Path: csiph.com!fu-berlin.de!uni-berlin.de!individual.net!not-for-mail From: poc@pocnet.net Newsgroups: de.alt.folklore.computer Subject: Re: Alte PCs Date: 28 May 2023 11:19:08 GMT Lines: 65 Message-ID: References: <168496554277.1191.8443166788206303459.XPN@ID-37099.user.uni-berlin.de> <168503141261.1191.18054446266918457666.XPN@ID-37099.user.uni-berlin.de> <878rdbjz2f.fsf@usenet.ankman.de> <87y1lahdue.fsf@usenet.ankman.de> Mime-Version: 1.0 Content-Type: text/plain; charset=UTF-8 Content-Transfer-Encoding: 8bit X-Trace: individual.net KHlb3B6uZfajdT2tczByLwCXDtW6pDP7cB4sA4n1MUeG+vv6C9 X-Orig-Path: not-for-mail Cancel-Lock: sha1:6ok+QgwEFtkwjChTdvOu55UFDd8= sha1:FGWW8f+9E+ZqsjKTczsd3RgRcu0= Xref: csiph.com de.alt.folklore.computer:40078 Marcel Mueller wrote: >>> Software-Modem war ja auch der allerletzte Müll. >> >> War halt billiger. >> >>> Dann besser gar keins. >> >> Das ist nicht immer eine Option. > > Doch, weil damals /alle/ Rechner eine serielle Schnittstelle hatten und > echte Modems auch nicht mehr die Welt kosteten, jedenfalls zu der Zeit > als es die Billigdinger dann gab. Ein externes, echtes Modem ist aber nicht "gar keins". >> Spätestens nach meinem Aha-Erlebnis unter Linux mit einem >> Adaptec-Controller und einer SCSI Platte statt der IDE-Schraddel war mir >> dann klar, dass das erheblich runder läuft, auch wenn die Kiste (moderat) >> am Swappen war. > > Das galt aber spätestens bei Rechnern mit mehr als 16MB RAM auch nur für > die 32 Bit Adaptecs 2842/2942, die durchaus teuer waren. Ich erinnere mich nicht mehr ob das damals noch ein ISA oder PCI System war. Deswegen auch die vage Beschreibung. > Danach war Double Buffering angesagt, was den Nutzen von DMA ziemlich ad > Absurdum geführt hat. Jein. Kopieren innerhalb vom RAM ist durchaus schneller als ständiges Geswappe mit weniger RAM. Nicht alles was im RAM-Cache gelandet ist, wurde von Programmen auch verwendet (Stichwort Readahead). Wenn man die Puffer unterhalb 16MB hält und die MMU Pointer der laufenden Applikationen auf die Speicherstellen passend verbiegt, sollte sich der Overhead in Grenzen halten. Wie Linux das seinerzeit unter der Haube gehandhabt hat, weiss ich indes nicht. >> Man konnte sich auch vernünftige PCs bauen (lassen), aber das war halt dann >> nicht mehr billig. > > Ein PC muss vor allem für seinen Zweck geeignet sein. Ist er das nicht, > bringt billig gar nichts. Tja, ein Großteil der Hardware damals wurde über den Preis verkauft. Und da uns suggeriert wurde, dass nur die Taktrate des Prozessors wichtig sei, wurde an allem anderen gespart. RAM, I/O-Subsystem, vernünftiges OS, etc. Und, nicht immer war von vorneherein klar, was denn der Zweck sein soll. Gerade bei Privatanwendern. Das hat sich ziemlich gewandelt. Heute reicht zu gefühlten 95% aus, dass irgend ein Webbrowser leidlich gut läuft. > Nur haben einem tanzende Intel-Hasen halt erklärt, dass man einen Pentium > für über 1000 DM braucht. Dann war das Budget halt schon so geplündert, dass > er für einen sinnvollen Rest nicht mehr gereicht hat. Dann hat die CPU > schneller auf Daten gewartet, und das war's. Und was habe ich damals für > räudige Monitore im Umlauf gesehen - gruselig. Genau das meinte ich. :-) -- :wq! PoC