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Groups > de.soc.politik.misc > #1231485
| From | Thomas Heger <ttt_heg@web.de> |
|---|---|
| Newsgroups | de.soc.politik.misc, de.sci.electronics, de.soc.recht.misc |
| Subject | Re: Neue Weltordnung: Erdgas gegen Rubel oder Gold - PutinsSchachzuggegen den Westen |
| Date | 2022-09-26 09:20 +0200 |
| Message-ID | <jpd25oFhpsdU1@mid.individual.net> (permalink) |
| References | (23 earlier) <jkq405F21khU1@mid.individual.net> <jme4j8FhbhdU1@mid.individual.net> <jmfm1mFotrcU1@mid.individual.net> <jn0cj4Fe7onU1@mid.individual.net> <slrnth7igg.146lh.als@mordor.angband.thangorodrim.de> |
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Am 03.09.2022 um 23:41 schrieb Alexander Schreiber: >>> Setzt man 60 Maschinen parallel ein reichen 20 Minuten für einen >>> Durchlauf (inc. Einstellen) >> >> Es gab wohl niemals so viele von diesen 'Turing-Bomben'. > > Es gab wesentlich mehr. https://www.cryptomuseum.com/crypto/bombe/ > sagt: "During the course of the war, over 200 Turing-Welchman Bombes were > built." und die sollten es ja wissen. > > Selbe Quelle zur US-Version der Bombe: "By December 1943, 120 machines had > been installed." Die 'spookes' haben alle eines gemeinsam: so lügen quasi aus Gewohnheit und man kann denen daher nicht eine einzige Silbe wirklich glauben. >> Bekannt ist überhaupt nur eine einzige und die befindet sich in den USA. > > Das ist ein Museumsstück. Wenn sich im örtlichen Computermuseum nur > ein C64 findet, heisst dass dann auch das überhaupt nur einer existiert > und nur eine Handvoll überhaupt gebaut wurden? Nach dem Krieg waren die > überflüssig und man die natürlich verschrottet - da kann man froh sein, > dass eine im Museum gelandet ist. Das ist doch Quatsch mit Soße, denn so teure Maschinen wie die 'Bombe' wird man wohl kaum einfach so wegschmeißen. >> Das zweite Problem bestünde für mich darin, dass die Maschinen nicht in >> der von dir vermuteten Weise skalieren. > > Tun sie - warum sonst so viele bauen? Ob so viele gebaut wurden, das war gerade die Frage. Würden die Maschinen nämlich nicht funktioniert haben wie gewünscht, dann hätte eine gereicht. Und genau soviele existieren ja noch. >> Also: >> wenn 1 Bombe zehn Stunden bräuchte (was ich im übrigen nicht glaube), >> wielange bräuchten dann 60 Bomben? >> >> Dass das 20 Minuten wären würde nur zutreffen, wenn die 60 Maschinen den >> Suchraum effektiv aufteilen könnten. > > *seufz* ja, das ist _trivial_. > >> Dazu müßten sie natürlich untereinander Botschaften austauschen und sich >> gegenseitig mitteilen, welchen Schlüssel sie bereits geprüft haben. > > Eh? Was für Unsinn. > >> Die geprüften Schlüssel liegen nämlich irgendwo in dem Schlüsselraum mit >> 18446744073709551616 Möglichkeiten verteilt und keineswegs >> hintereinander aufgereiht. >> >> Diese Botschaften müßten die Bomben irgendwie speichern und diesen >> Speicher auch wieder lesen können. >> >> Aber die schnellsten Speicher zu der Zeit waren Relais. > > *brzzt* Die Kriegs-Version des ENIAC hatte Röhrenregister für 20 Zahlen. > Waren halt nur sau-teuer. Register gehören zu etwas, dass man heute 'Prozessor' nennt, während der Begriff 'Speicher' etwas größeres meint, wo viele Daten (möglichst im wahlfreien Zugriff) abgelegt werden können. Mit 'viele Daten' waren dabei mehr als zwanzig Ziffern gemeint. >>> Wo ich die eigentliche Unstimmigkeit sehen: Wie konnte eine so >>> große Gruppe die zum Bau und Betrieb der Maschinen notwendig >>> war agieren ohne dass der deutsche Geheimdienst etwas davon mit >>> bekam? >>> >>>> Die Turing-Maschine hatte ein 'stop-and-go' Verfahren, hat also enorme >>>> Massen beschleunigen und abbremsen müssen für jeden einzelnen >>>> Rechenschritt. >>>> >>>> Die Rechengeschwindigkeit kann man deshalb nicht beliebig steigern, >>>> weil die Beschleunigungskräfte sonst nicht mehr beherrschbar werden. >>> >>> >>>> Trotzdem hatte die in den U-Booten verwendete Enigma vier Walzen. >>> >>> Weswegen man für das Marine-Schlüsselnetz ja auch gegen Kriegsende >>> elektronische "Bomben" einsetzte. >> >> >> Die ersten elektronischen Computer hatten die Amerikaner. Die waren groß >> wie eine Turnhalle und verbrauchten soviel Strom wie eine kleine Stadt. >> >> Churchills Mannen in Bletchley Park konnten von sowas aber nur träumen. >> >>>>> Genau 0 FLOPs. (Floating Point Operations). >>>>> Die Turing-Bombe war auch kein Rechner sondern ein endlicher >>>>> Automat. >>>> >>>> Ok, das solte stimmen, ändert aber nichts, da der Begriff 'Rechner' >>>> auch Maschinen umfaßt, die nicht im eigentlichen Sinne rechnen. >>> >>> Eine passende Maßeinheit wäre IPS (Instriktions per second, das >>> schließt Vergleichsoperationen ein). >>> 60 mechanische "Bomben" konnten demnach etwa 70 IPS. >> >> Nein, wenn eine Maschine 1,4 IPS konnte, dann kann man dies nicht >> einfach mit der Zahl der Maschinen multiplizieren, wenn diese nicht >> verknüpft sind. >> >> Nur wenn die Kooperation perfekt ist, dann kann man die Rechnung so >> durchführen. Aber in diesem Bereich 'frisst' die Kommunikation soviel >> Rechenleistung (von den 1,4 IPS) wie die Maschine überhaupt leistet. > > Mir deucht, da fehlt eine gewisse Erfahrung in paralleler Programmierung. Zu den zahlreichen Dingen, die ich mal gemacht habe, gehörte tatsächlich Echtzeitprogrammierung für einen Prozessrechner. > Es gibt eine Klasse von Problemen die als "embarassingly parallel" bekannt > sind: man kann das Gesamtproblem in nahezu beliebig viele Unterprobleme > zerteilen, an Verarbeitungseinheiten verteilen und es ist keine > Kommunikation der Verarbeitungseinheiten untereinander nötig. Aber das Problem 'Dechiffrieren des Enigma Codes' gehört wahrscheinlich nicht dazu. > Brute force keyspace search ist _das_ _Paradebeispiel_ dafür. Sei der > Schlüsselraum 1000 Einheiten gross, und eine Verarbeitungseinheit kann > 1 Einheit/Stunde abarbeiten. Dann teilt man die Arbeit in 1000 Blöcke > á 1 Einheit auf, verteilt das auf 1000 Verarbeitungseinheiten und schafft > den gesamten Schlüsselraum in 1h. Kommunikation erfolgt nur: > - vom Supervisor an die Verarbeitungseinheiten: Zuweisung des zu > durchsuchenden Bereichs des Schlüsselraums > - von der Verarbeitungseinheit an den Supervisor nach Abschluss der > Berechnungen: passenden Schlüssel = X gefunden oder nicht Der brute force Ansatz wurde aber überhaupt nicht benutzt, da 2^64 (=18446744073709551616) Schlüssel möglich wären und die 'Bombe' dafür mehr Zeit gebraucht hätte als das Universum alt ist. ... TH
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Re: Neue Weltordnung: Erdgas gegen Rubel oder Gold - PutinsSchachzuggegen den Westen Thomas Heger <ttt_heg@web.de> - 2022-09-26 09:20 +0200
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