Path: csiph.com!fu-berlin.de!uni-berlin.de!individual.net!not-for-mail From: Thomas Heger Newsgroups: de.sci.physik,de.talk.tagesgeschehen,de.soc.umwelt Subject: Re: Die globale Erwaermung und die Konfrontation des Westens mit derWelt Date: Thu, 24 Jul 2025 20:52:09 +0200 Lines: 75 Message-ID: References: <64E997D2.A3DE4E8E@proton.me> <70s9050x2qma.dlg@pappnase.invalid> <1wiack20fwhrd$.dlg@pappnase.invalid> <20231118214020.0dcc5218@Achmuehle.WOR> <1njrtxnltjir.dlg@pappnase.invalid> <30pu24jal826.dlg@pappnase.invalid> Mime-Version: 1.0 Content-Type: text/plain; charset=UTF-8; format=flowed Content-Transfer-Encoding: 8bit X-Trace: individual.net XKhR9B0/EIs84QmMuC/i2wi5IRNbwOJ5y4eKKkZe/BKzs/XRtB Cancel-Lock: sha1:urXWK+T5hn8b4PXs5YIlnmW7nPo= sha256:CUjZjRJGXur8hFEZo/oUY15AlAD1X8pJ208E4hjQ7ZE= User-Agent: Mozilla Thunderbird Content-Language: de-DE In-Reply-To: Xref: csiph.com de.sci.physik:158521 de.talk.tagesgeschehen:1066963 de.soc.umwelt:230116 Am Sonntag000016, 16.06.2024 um 08:41 schrieb Thomas Heger: >> Bei indifferenten und instabilen Gleichgewichten reichen kleine Störungen >> aus. Ob es sowas wie Resonanzeffekte gibt, darüber kann man auch >> nachdenken.  CO2 als monokausales Element ist aber arg verkürzt. >> Wissenschaft hat aber heutzutage eher ein schlechtes Standing, liegt >> aber nicht an ihr selber. Das hier hatte ich mal zum Thema 'Klimawandel' geschrieben. (Vielleicht nützt das ja noch jemandem.) > Das Wetter ist weder indifferent noch instabil, sondern schwankend, > um gewisse Mittelwerte herum, die sich mit der Tageszeit, dem > Ort, der Klimaregion und der Jahreszeit verändern. > > Wenn nun der Mensch in das Klima eingreift, dann tut er das lokal und > nicht im Bezug auf die Mittelwerte, weil Mittelwerte überhaupt nicht > existieren. > > Mittelwerte sind nämlich keine realen Messwerte, sondern das Ergebniss von > statstischen Auswertungen von Messungen. > > Real beeinflussbar wäre also nur das lokale Klima und zwar keineswegs im > Mittel, sondern stets momentan. > > Die Menschen tun sowas schon, etwa wenn Regenwälder abgeholzt oder > Flüsse begradigt, Sümpfe trocken gelegt oder Städte gebaut werden. > > Dadurch beeinflussen die Menschen das Klima und damit auch die > Mittelwerte für bestimmte Klimafaktoren. > > Derartige Mittelwerte sind aber keineswegs 'das Klima', da unter 'Klima' > lokale und zeitabhängige Momentanwerte zu verstehen sind (der Luft- > Parameter), welche statistisch gemittelt werden. > > Die kann man dann lokal mitteln über längere Zeit und dann bestimmten > Klimatypen zuordnen. > > Dieser Typ des Klimageschehens wird dann etwas flapsig 'Klima' genannt. > > Trotzdem ist das immer noch lokal gemeint und ergäbe wenig Sinn  für den > gesamten Planeten. > > > Jedenfalls ist sowas wie das lokale Klima keineswegs einem instabilen > Gleichgewicht zu verdanken, sondern es gibt statt dessen negative > Rückkopplungsschleifen. > > Diese Art der Rückkopplung stabilisiert tendenziell das Klima. > > Das geht in etwa und stark vereinfacht so: > > durch ein mehr an Sonneneinstrahlung wird die Verdunstung des Bodens > erhöht. Dadurch gibt es mehr Wolken und dadurch mehr Schatten auf dem > Boden und dadurch weniger Verdunstung und kühlere Temperaturen. > > > Dies ist eine negative Rückkopplungsschleife. Und sowas stabilisiert > tendenziell das Gleichgewicht. > > ABER: dies setzt offensichtlich Wasser und Verdunstung am Boden voraus. > > Und wenn der Mensch da eingreift, dann ist bald Schluss mit Wolken und > das Klima ändert sich. Dafür ist aber nicht das CO2 verantwortlich, sondern schädigendes Einwirken auf den Wasserkreislauf. TH> >