Path: csiph.com!fu-berlin.de!uni-berlin.de!individual.net!not-for-mail From: Arthur Erhardt Newsgroups: de.soc.umwelt,de.sci.physik,de.soc.politik.misc Subject: Re: Der Wasserstoff Wahnsinn Date: 26 Jun 2024 12:27:24 GMT Lines: 54 Message-ID: References: <667BE43B.FE1A02B3@proton.me> <667BFBA4.B2A17E1C@proton.me> Mime-Version: 1.0 Content-Type: text/plain; charset=UTF-8 Content-Transfer-Encoding: 8bit X-Trace: individual.net fgEb3wtmXSkqpV6NlfyqcA5Hb6gVm519DYWxwYExojLoQ9XGA3 X-Orig-Path: not-for-mail Cancel-Lock: sha1:CAqPDeGSro1DDFFqVnSr/cDcglo= sha256:fR1O6IuKhMUhBDPFpBt52ZA56kex/un9n+nVKwKzK4c= X-No-Archive: yes User-Agent: tin/2.6.4-20240531 ("Banff") (Linux/6.2.0-39-generic (x86_64)) Xref: csiph.com de.soc.umwelt:222721 de.sci.physik:155795 de.soc.politik.misc:1332013 In de.sci.physik Carla Schneider wrote: > Arthur Erhardt wrote: > > > > In de.sci.physik Carla Schneider wrote: > > > Frank Müller wrote: > > > > > > > > "Alfred" schrieb: > > > > > von Prof. Dr. Ing. Hans-Günter Appel > > > > > 23. Juni 2024 > > > > > > > > > Der Eisenschwamm soll dann in Elektro-Lichtbogenöfen (Leis- > > > > > tung bis 100 Megawatt) eingeschmolzen und zu den gewün- > > > > > schten Stahlsorten legiert werden. > > > > > > > > Oh toll Stahl ohne Kohlenstoff... > > > > > Gibts schon an die 100 Jahre: > > [Stähle mit niedrigem Kohlenstoffanteil] > > Das ist eine Antwort die ebenso richtig wie sinnlos ist. Natürlich > > kann man die mechanischen Eigenschaften Eigenschaften von Stählen > > mit anderen Legierungsbestandteilen verändern. Es gibt aber einen > > sehr großen Anteil des gesamten Stahlmarkts, der mit Kohlenstoff- > > stählen genau das Wunschprodukt verarbeitet. CrNi-Legierungen > > sind spröder und viel, viel teurer als schlichter Kohlenstoffstahl. > > Anders als beim Kohlenstoff sind die genannten selteneren > > Legierungspartner nicht nur in Spuren enthalten sondern bilden einen > > erheblichen Anteil. Der "Edelstahl" für Dein Küchenbesteck enthält > > 18 Prozent Chrom und 8..10 Prozent Nickel. > > > > Eine spezifische Problemlösung (Druckbehälter fürs > > Haber-Bosch-Verfahren) ist doch keine Antwort auf die Unbrauchbarkeit > > von Wasserstoff als Reduktionsmittel zur Herstellung von > > Kohlenstoffstählen. Wobei Unbrauchbarkeit nur im Falle strenger > > Ideologie stimmt, man kann bestimmt, ähnlich sinnlos aber mit > > besserem Ergebnis den größten Teil der Prozesswärme von aussen zuführen > > (meinetwegen aus Wasserstoffverbrennung) und weniger Kohlenstoff zur > > Schmelze hinzugeben als bei derzeit üblichen Verfahren. > Prozesswaerme kann man elektrisch zuruehren, gibts auch schon seit 100 Jahren und ist > nicht das Problem. > Wenn man aus dem mit Wasserstoff gewonnenen Eisen Kohlestoffstahl herstellen > will kann man bis zu 2% Kohlenstoff zugeben, darueber ist es kein Stahl mehr. Da sind wir komplett einer Meinung. Die ursprüngliche Kritik besteht darin, daß man einen Prozess erfindet der sehr teuer ist, um dann den Kohlenstoff nachträglich einzufügen, statt die bisherige Methode zu verwenden. Vorgebliches Ziel ists, weniger CO2 zu emittieren, wobei das je nach Methode der Wasserstoffgewinnung wahrscheinlich ganz oder teilweise verfehlt wird. Ich vermute, alles ausser Kernkraft emittiert ein wenig CO2, geteilt durch den bescheidenen Gesamtwirkungsgrad. -- A. Erhardt