Path: csiph.com!fu-berlin.de!uni-berlin.de!individual.net!not-for-mail From: Thomas Heger Newsgroups: de.sci.physik,de.sci.astronomie Subject: =?UTF-8?B?UmU6IE1hcnMgd29obCB6dSBrbGVpbiwgdW0gZ2VudWcgV2Fzc2VyIGw=?= =?UTF-8?B?YW5nZSBiZWhhbHRlbiB6dSAgICBrw4PCtm5uZW4=?= Date: Sat, 09 Oct 2021 06:53:35 +0200 Lines: 58 Message-ID: References: <616001EE.DF4D6D33@yahoo.com> Mime-Version: 1.0 Content-Type: text/plain; charset=utf-8; format=flowed Content-Transfer-Encoding: 8bit X-Trace: individual.net 0VoPHd6INGP9Ztio5BBdEw7PkaIbJ5wgVllSLO3qNE1PCdxrha Cancel-Lock: sha1:L3SNXH/S64pUyexXMpkSiZRovEU= User-Agent: Mozilla/5.0 (Windows NT 6.0; WOW64; rv:31.0) Gecko/20100101 Thunderbird/31.4.0 In-Reply-To: <616001EE.DF4D6D33@yahoo.com> Xref: csiph.com de.sci.physik:138801 de.sci.astronomie:35586 Am 08.10.2021 um 10:31 schrieb Carla Schneider: ... >> Es gibt keinen Äther. > > Der Aether ist eine Theorie: > https://de.wikipedia.org/wiki/Lorentzsche_%C3%84thertheorie > > ---- > Lorentz konnte aus seiner Theorie beispielsweise den Zeeman-Effekt theoretisch > erklären, wofür er 1902 den Nobelpreis erhielt. > ---- > >> Siehe "Michelson-Morley-Experiment". > > ------ > Die Annahme eines ruhenden Äthers scheint dem Ergebnis des > Michelson-Morley-Experiments zu widersprechen, bei dem der > Nachweis einer Bewegung der Erde relativ zu diesem Äther scheiterte. > In der lorentzschen Äthertheorie wird dieser Widerspruch über die > Einführung von Lorentz-Transformationen aufgelöst. Dabei werden > jedoch die Längenkontraktion und Zeitdilatation als Prozesse > verstanden, denen relativ zu einem Äther bewegte Maßstäbe und > Uhren unterworfen sind, während Raum und Zeit unverändert bleiben. > Damit werden diese Effekte als asymmetrisch betrachtet, das heißt, > bewegte Maßstäbe sind tatsächlich kürzer und Uhren gehen tatsächlich > langsamer. Ein bewegter Beobachter schätzt ruhende Maßstäbe zwar in > identischer Weise als kürzer und ruhende Uhren als langsamer ein, > diese Einschätzung wird jedoch als Täuschung interpretiert, da sie > der bewegte Beobachter unter Verwendung verfälschter Maßstäbe und > Uhren gewinnt. Die Symmetrie der Beobachtungen und damit die > offensichtliche Gültigkeit eines scheinbaren Relativitätsprinzips > wird als Folge einer eher zufälligen Symmetrie der zugrunde liegenden > dynamischen Prozesse interpretiert. Sie verhindert jedoch die Möglichkeit, > die eigene Geschwindigkeit relativ zum Äther zu bestimmen, und macht ihn > damit zu einer prinzipiell unzugänglichen Größe in der Theorie. Solche > Größen sollten laut einem von Ockham ausgesprochenen Sparsamkeitsprinzip > ("Occams razor") möglichst vermieden werden, was ein Grund ist, > warum diese Theorie als überholt gilt und kaum noch vertreten wird. > ------ Die 'Ätherstromhypothese' (von Ott Christoph Hilgenberg) nimmt an, dass der 'Äther' senkrecht nach unten in die Erde strömt und dort verbleibt, wodurch die Erde größer wird. Als Indiz für diese These wäre evtl. das Experiment von Martin Grusenik tauglich. Der hat so eine Experiment wie Michelson-Morley gemacht, aber vertikal. Dabei hat er einen deutlich sichtbaren Effekt festgestellt. Man kann den Effekt aber auch leicht selbst feststellen, denn die Auswirkungen der vertikalen 'Ätherströmung' nennt man gewöhnlich 'Gravitation'. ... TH