Path: csiph.com!news.mixmin.net!eternal-september.org!news.eternal-september.org!.POSTED!not-for-mail From: Carla Schneider Newsgroups: de.soc.politik.misc,de.sci.physik Subject: Re: 15 my liegt nicht im =?UTF-8?B?J2F0bW9zcGjDgz/DgsKkcmlzY2hlbg==?= Fenster' Date: Sat, 29 Apr 2023 10:55:37 +0200 Organization: Gurken & Wasserstoff Lines: 136 Message-ID: <644CDB89.CDF0DFA6@protonmail.com> References: <64461CD0.EA225E01@protonmail.com> <644CB812.F20DE22F@protonmail.com> MIME-Version: 1.0 Content-Type: text/plain; charset=UTF-8 Content-Transfer-Encoding: 8bit Injection-Info: dont-email.me; posting-host="0fc98938c7dcad1369ee71ada584de4f"; logging-data="3043701"; mail-complaints-to="abuse@eternal-september.org"; posting-account="U2FsdGVkX1/z3C6A8xU6xhwN5OulN5WhtGgATwCTpbI=" Cancel-Lock: sha1:c2TDkF3AonYDQvN5k2j4uWafdjs= X-Accept-Language: en X-Mailer: Mozilla 4.8 [en] (X11; U; Linux 4.4.14 x86_64) Xref: csiph.com de.soc.politik.misc:1267665 de.sci.physik:146871 Thomas Heger wrote: > > Am 29.04.2023 um 08:24 schrieb Carla Schneider: > > Thomas Heger wrote: > >> > >> Am 27.04.2023 um 13:02 schrieb Jan Bruns: > >>> Am Thu, 27 Apr 2023 06:56:03 +0200 schrieb Thomas Heger: > >>> > >>>> Bedeuten tut das, dass auch ohne eine Spur von CO2 die Atmophäre kein IR > >>>> in dem Bereich durchläßt. > >>>> > >>>> Logischerweise kann nun eine Zunahme der CO2-Konzentration auch keine > >>>> weitere Undurchlässigkeit mehr bewirken, da mehr als 100% Absorption nun > >>>> mal nicht geht. > >>>> > >>>> Daraus wiederum folgt, dass die ganze Debatte um die Klimarelevanz des > >>>> CO2 nur absurdes Theater ist. > >>> > >>> Also wir hatten hier im Thread schon mindestens 4 Links mit Diagrammen, > >>> die klar etwas anders zeigen. > >>> > >>> Sowohl deine eigenen beiden Leifi-Physik + Spektrum-Links, als auch > >>> Carlas wikipedia Link zu "Atmospheric Transmission" als auch Peters > >>> bildungsserver.de-Link zu "CO2 H2O absorption" sagen allesamt > >>> übereinstimmend aus, daß Wellenlängen oberhalb etwa 14µm ziemlich > >>> komplett dicht sind. Das schliesst also insbesondere die von Dir > >>> genannten 15µm mit ein. > >>> > >>> > >>> Darunter, von 8µm-14µm ist aber ein Fenster, wie ebenfalls alle 4 > >>> besagten Links übereinstimmend aussagen, insbesondere der Spektrum-Link > >>> wie auch dein Leifi-Physik-Link, also die mit Bezug auf prozentuale > >>> Leistungsminderung beim Atmosphärendurchgang. > >> > >> Und wenn du dir den Titel zu diesem Thread anschaust, dann steht da > >> > >> "15 my liegt nicht im 'atmosphärischen Fenster' ". > >> > >> Diesen transparenten Bereich nennt man nun 'atmosphärisches Fenster' und > >> der Bereich um 15 my liegt nicht darin. > >> > >>> > >>> > >>> Wie weit allerdings der relevante Bereich reichen könnte, wollen wir mal > >>> > >>> https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:BlackbodySpectrum_loglog_de.svg > >>> > >>> entnehmen. Alle Wellenlängen ab 2-3µm bis hin zu mehreren 100µm kommen > >>> prinzipiell für Treibhauseffekte infrage, wobei das das Strahlungsmaximum > >>> je nach Temperaturannahme im Bereich 8-30µm liegt, schwerpunktmässig vllt. > >>> gerade bei den besagten 15µm, ab denen grob etwa (in Richtung Langwelle) > >>> anscheinend etwa Wasserbedingte Dichtigkeit dominiert. > >>> > >>> > >>> Man kann also insbesondere sehen, daß 8-14µm ein Fenster darstellen, in > >>> dem ein überaus grosser Anteil der zu betrachtenden Strahlung liegt. > >> > >> Das ist ja alles schön. Trotzdem liegt 15 my außerhalb von diesem 'Fenster' > >> > >>> Für CO2-Effekte kommen in diesem Fenster den Diagrammen nach (abgelesen > >>> aus dem Spektrum-Link) infrage: > >>> > >>> 13-14µm, da hier die Dominanz von Wasser abflaut > >>> > >>> ca. 12,7µm > >>> > >>> ca. 10,1-10,6µm > >>> > >>> ca. 9,3µm, den Ozon-Balken peak verbreiternd > >> > >> Die Undurchlässigkeit der Atmosphäre wird mit der Anwesenheit bestimmter > >> Stoffe begründet . > >> > >> Meine Vermutung war aber, dass die Atmopsphäre prinzipiell undurchlässig > >> wäre für IR und nur bestimmte Stoffe die Atmosphäre durchlässig machen, > >> wodurch solche 'Fenster' entstehen. > >> > >> Und da 15 my NICHT in so einem Fenster liegt, wäre bei JEDER > >> Zusammensetzung der Luft die Atmosphäre für 15 my undurchlässig. > >> > >> Der genaue Wirkmechanismus ist hierbei rel. unerheblich, da es nur auf > >> die Frage ankommt, ob auch Luft ohne eine Spur von CO2 für 15 my opak > >> ist ist oder nicht. > > > > Wenn du einen Meter Luft mit 15my durchstrahlst wird der groessere > > Teil der Strahlung nicht absorbiert, egal ob mit oder ohne CO2, deshalb > > ist sie nicht opak. Was uns hier fehlt ist eine Quelle, oder selbst nachmessen > > mit dem Nachfolger von dem hier: > > https://www.basf.com/us/en/who-we-are/innovation/our-innovations/hertzstueck/Infrarot-Spektroskopie.html > > Siehe hier: > > https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Atmospheric_electromagnetic_opacity-de.svg > > Danach ist die Atmosphäre für die meisten Frequenzen undurchlässig. > > (Das trifft für kurze Distanzen von ein paar Metern natürlich nicht zu) > > Insbesondere nennt die Wikipedia-Grafik den langwelligen > Infrarot-Bereich, welchen die Atmopshäre (angeblich) zu 100 % blockieren > soll. Wenn nach 100 Metern nur noch die haelfte uebrig ist, dann sind nach 1000 Metern nur noch ungefaehr ein Promille uebrig, d.h. 99,9% sind blockiert und das kann man dann auf 100% aufrunden. > > Als Grund wird dies hier angegeben: > > https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Atmospheric_Transmission_de.png > > Allerdings kann insbesondere die CO2-Absorptionskurve nicht stimmen, da > das CO2 nicht in einem 'verschmierten'Bereich absorbiert, sondern auf > bestimmten rel. scharf definierten Frequenzen. Bei ungestoerten einzelnen CO2 Molekuelen ist das so. Aber in Luft gibts effekte die die Linien verbreiten: Dopplerverbreiterung durch die Geschwindigkeit und eine Linienverbreiterung durch die Stoessen mit anderen Molekuelen. > > Außerdem ist CO2 natürlich sehr viel seltener als Wasserdampf in der > Atmosphäre, weswegen man nicht einfach Absorptionskurven addieren kann. Haengt von der Luftfeuchte ab. In der Stratosphaere sind es nur maximal 7ppm. CO2 sind 400ppm. > > Die Frage ist aber, ob die Undurchlässigkeit der Atmosphäre überhaupt an > der Zusammensetzung der Atmosphäre liegen würde und nicht etwa an > bestimmten elektrischen oder magnetischen Eigenschaften. Man kann das messen, die Infrarotspektren von Gasen werden dazu benutzt die Anteile von Spurengasen zu bestimmen, das geht auch mit Luft.