Path: csiph.com!news.mixmin.net!eternal-september.org!feeder.eternal-september.org!.POSTED!not-for-mail From: Carla Schneider Newsgroups: de.sci.physik Subject: Re: Fahrrad ohne Reibung Date: Mon, 20 Mar 2023 23:35:10 +0100 Organization: Gurken & Wasserstoff Lines: 42 Message-ID: <6418DF9E.9CF9B923@yahoo.com> References: MIME-Version: 1.0 Content-Type: text/plain; charset=UTF-8 Content-Transfer-Encoding: 8bit Injection-Info: reader01.eternal-september.org; posting-host="2218c1f68203f2c605dcea1b5769dbf4"; logging-data="3916530"; mail-complaints-to="abuse@eternal-september.org"; posting-account="U2FsdGVkX1+9EMk3EtYiwbKZfJwxCcr+lenRrZV+UW0=" Cancel-Lock: sha1:57vHsIU43QRbL1m3lOpCdh8NXIA= X-Accept-Language: en X-Mailer: Mozilla 4.8 [en] (X11; U; Linux 4.4.14 x86_64) Xref: csiph.com de.sci.physik:146167 Stefan Ram wrote: > > ram@zedat.fu-berlin.de (Stefan Ram) writes: > >PS: Ich habe hier vielleicht einen Denkfehler versteckt, bin > >mir aber nicht sicher. Daneben gibt es vielleicht auch noch > >einen Aspekt, den ich vernachlässigt habe. > > Ich frage mich, ob man eine Begründung dafür braucht, daß man > die kinetische Energie des Systems "Fahrrad + Radfahrer" /in dem > System, in dem die Erde ruht/ mit der (Muskel-)Energie gleichsetzt, > die der Radfahrer /aus seiner Sicht/ aufbringen muß. Hierzu ein kleines Raetsel: Nehmen wir an der Radfahrer braucht zur Beschleunigung auf 10m/s die Energie E. Fuer die Beschleunigung auf 20m/s braeuchte er deshalb 4E. Nehmen wir jetzt an der Radfahrer steht mit seinem Rad auf einem Foerderband das sich mit konstanten 10m/s fortbewegt. Der Radfahrer beschleunigt jetzt auf dem Foerderband in Bewegungsrichtung auf 10m/s relativ zum Foerderband, er braucht dafuer wieder die Energie E, d.h. sein Energieaufwand ist 2E,wenn wir annehmen dass er bevor er aufs Foerderband gestiegen ist auf 10m/s relativ zum Boden neben dem Foerderband beschleunigt hat um dann drauf zu steigen. Relativ zum Boden hat er aber die Geschwindigkeit von 20m/s und damit die Energie 4E. Raetselfrage: Woher kommen die fehlenden 2E ? Umgekehrt geht es auch - er koennte auf dem Foerderband in die entgegengesetzte Richtung auf 10m/s beschleunigen und stuende dann still relativ zum Boden, sein Energieaufwand waere 2E, aber seine kinestische Energie relativ zum Boden waere Null, und die Raetselfrage ist wo die Energie hingekommen ist. > > Vernachlässigt hatte ich noch die Rotationsenergie der Räder. > Vielleicht kommt diese bei genügend hoher Geschwindigkeit auch > einmal an einen Punkt, an dem sie nicht mehr vernachlässigbar ist. Die Rotationsenergie der Raeder wirkt sich auf die Gesamtenergie aus wie eine konstante zusaetzliche Masse des Radfahrers+Rad, ihr Anteil an der Gesamtenergie ist bei jeder Geschwindigkeit gleich gross, weil er auch quadratisch mit der Geschwindigkeit geht.