Path: csiph.com!eternal-september.org!reader02.eternal-september.org!.POSTED!not-for-mail From: Carla Schneider Newsgroups: de.sci.electronics,de.sci.physik Subject: Re: Farad Date: Sun, 26 Dec 2021 21:13:05 +0100 Organization: A noiseless patient Spider Lines: 60 Message-ID: <61C8CCD1.7FC021F9@yahoo.com> References: <59cd18fd-e31c-79d1-580f-1a29a40c5d4e@fritzs.eternal-september.org> <61C8252B.BA1E8844@yahoo.com> Mime-Version: 1.0 Content-Type: text/plain; charset=UTF-8 Content-Transfer-Encoding: 8bit Injection-Info: reader02.eternal-september.org; posting-host="5ad47749d68eb680370fd6825f886c06"; logging-data="8485"; mail-complaints-to="abuse@eternal-september.org"; posting-account="U2FsdGVkX1+bMXQx0Y1sRzl5h5TTCatgXkf7G/GwcHA=" Cancel-Lock: sha1:3/AcrEdmBaD8x5mAxtsecam8D0Q= X-Mailer: Mozilla 4.8 [en] (X11; U; Linux 4.4.14 x86_64) X-Accept-Language: en Xref: csiph.com de.sci.electronics:315729 de.sci.physik:139711 Sebastin Wolf wrote: > > Am 26.12.2021 um 09:17 schrieb Carla Schneider: > > Rolf Bombach wrote: > >> > >> Tante Emma schrieb: > >>> > >>> .... Zum Beispiel das Elend mit > >>> der Schwellenspannung. Wenn man eine Halbleiterdiode in Reihe mit einem > >>> Widerstand in Durchlaßrichtung betreibt, zum Beispiel eine 1N4001 oder > >>> so, dann fällt über der Diode eine Spannung von rund 0,7 Volt ab. In der > >>> Elektronik bezeichnet man diese Spannung als Schwellspannung. Wie hoch > >>> diese Spannung für welchen Strom durch die Diode ist, entnimmt man deren > >>> Datenblatt, das in der Regel auch die Kennlinie enthält. Und nun sieh > >>> dir das Theater hier an! > >> > >> Und warum schaust du dir dann nicht das Datenblatt *richtig* an? > >> Bist du mit Exponentialfunktionen überfordert? Meinst du im Ernst, > >> ein "logarithmischer" Verstärker könnte funktionieren, wenn es so > >> was wie Schwellspannung oder Schwellenspannung gäben tun täte? > > > > Ist eine abgerundete Schwelle keine Schwelle mehr ? > > Es gibt auch keine abgerundete Schwelle. Eine echte Schwelle waere es wenn die Diode (hier blaue Leuchtdiode) bei unter 3V Spannung ueberhaupt keinen Strom durchlassen wuerde, und bei ueber 3V Spannung dann beliebig viel, praktisch ist da natuerlich immer ein Reihenwiderstand in der Diode der den Strom begrenzt. So wuerde sich eine ideale Diode verhalten bei absoluter Temperatur 0 Kelvin, wenn sie da noch funktionieren wuerde, was bei normalen Halbleiterdioden aber nicht der Fall ist. D.h. unter 3V waere der Widerstand unendlich - kein Elektron schafft es ueber die Schwelle, darueber dann Null, d.h. alle Elektronen schaffen es ueber die Schwelle. Abgerundet waere, wenn dieser Uebergang von Unendlich nach Null nicht exakt bei 3V passiert sondern das ganze sich ueber einen gewissen Spannungsbereich verteilt. Dass das das ganze dann tatsaechlich so ist verdanken wir der der Tatsache dass wir eine gewisse Temperatur haben, die dafuer sorgt dass obwohl die Spannung unterhalb der Schwelle liegt trotzdem Elektronen ueber die Schwelle gehen koennen, weil ihre Temperaturbewegung ihnen zusaetzliche Geschwindigkeit gibt, das ist die Temperaturspannung in https://de.wikipedia.org/wiki/Shockley-Gleichung Das ist jetzt allerdings eine freie Interpretation von mir... > > > Aber mal abgesehen davon: Leuchtdiode. > > Ich weiss dass die schon bei sehr kleinen Stroemen leuchten, > > aber die Spannung muss dabei mindestens so hoch sein dass es > > fuer die Wellenlaenge der Leuchtdiode reicht, mir ist > > noch nicht aufgefallen dass sich die Lichtwellenlaenge bei > > sehr niedrigen Stroemen aendert. Blaue Leuchtdioden werden zumindest nicht > > rot... > > Und dennoch folgen sie der Shockley-Gleichung. Natuerlich, und da ist auch die Schwellspannung drin, und die Temperaturspannung, und man kann die sicher mit hilfe der statistischen Physik herleiten.