Path: csiph.com!eternal-september.org!reader02.eternal-september.org!.POSTED!not-for-mail From: Carla Schneider Newsgroups: de.sci.physik Subject: Re: Warum fliegt eine Elektron nicht auseinander? Date: Wed, 30 Jun 2021 01:29:32 +0200 Organization: A noiseless patient Spider Lines: 64 Message-ID: <60DBACDC.AAEDBEF2@yahoo.com> References: <60D5E0AA.792B48DC@yahoo.com> <60D904C1.ED666583@yahoo.com> <60D96283.589F3C2A@yahoo.com> <60D9B568.5A78A604@yahoo.com> Mime-Version: 1.0 Content-Type: text/plain; charset=UTF-8 Content-Transfer-Encoding: 8bit Injection-Info: reader02.eternal-september.org; posting-host="ea198f124aa251564532affddff42438"; logging-data="17730"; mail-complaints-to="abuse@eternal-september.org"; posting-account="U2FsdGVkX1+QEGaxp9MqEQrZnjFk5xkUzHTA7HJCeCA=" Cancel-Lock: sha1:KhHG7wiDCdl+b2JCuVfLSnD3Zg8= X-Mailer: Mozilla 4.8 [en] (X11; U; Linux 4.4.14 x86_64) X-Accept-Language: en Xref: csiph.com de.sci.physik:137995 Andreas Moser wrote: > > Am 28.6.21 12:41, schrieb Carla Schneider: > > Beispiel: Die Feldenergie eines elektrisch geladenen Teilchens. Man integriert das Quadrat > > der Feldstaerke ueber den Raum in Kugelkoordinaten mit dem Teilchen im Zentrum. > > Man faengt im unendlichen an, und integriert bis zu einem radius R. > > Wenn R der klassische Elektronenradius ist, dann entspricht die integrierte Energie > > im Aussenraum genau der Masse des Elektrons, das ist so definiert. > > Wenn man weiter Richtung Null integriert wird die Masse unendlich. > > Jetzt sagt man sich dass das in Wirklichkeit nicht stimmt, d.h. dass die Theorie > > die Energiedichte wenn man zu nahe am Elektron dran ist nicht mehr richtig beschreibt, > > und da gar nicht unendlich herauskommt, sondern etwas endliches. Und da man ja > > die wahre Masse des Elektrons kenn weiss man dass dass das Integral von unendlich bis R > > + das Integral von R nach Null der Masse des elektrons entspricht. > > Ein bischen bloed ist nur dass wenn R kleiner ist als der klassische Elektronenradius > > das innere Integral bzw. die Masse da drinnen negativ ist. > > Es scheint aber nicht so zu sein als ob beim klassischen Elektronenradius die Elektrodynamik > > nicht mehr stimmt, keine Ahnung wie man da herauskommt. > > Aha ja so war es früher definiert. > > In der QFT wird die Elektronenmasse dynamisch definiert (im Prinzip als > Trägheit) und in der Impulsdarstellung berechnet und renormiert. D.h. die koennen die Elektronenmasse tatsaechlich berechnen ? Stimmt das hier also nicht mehr: https://en.wikipedia.org/wiki/Quantum_electrodynamics -------- Within the above framework physicists were then able to calculate to a high degree of accuracy some of the properties of electrons, such as the anomalous magnetic dipole moment. However, as Feynman points out, it fails to explain why particles such as the electron have the masses they do. "There is no theory that adequately explains these numbers. We use the numbers in all our theories, but we don't understand them - what they are, or where they come from. I believe that from a fundamental point of view, this is a very interesting and serious problem." ---------- > In > Weinberg QFT1, Gl. (11.3.33) ergibt sich auch ein Radius der Ladung > eines ruhenden Elektrons nach Integration über alle Impulse und > Renormierung mit Ausgleichsterm Z_2-1. Aber die ganze Rechnung ist > wirklich fürchterlich kompliziert, dazu noch Infrarotprobleme, die man > mit einer gedachten Photonemasse kappt usw... > > > > > > > > >> > >> Ich glaube nicht, dass ein klassisches Modell des Elektrons und der > >> Felder leichter ein verständliches Bild der Vorgänge liefert. > > > > Ob die QFT verstaendlicher ist weiss ich nicht, ich habe bisher noch keine verstaendliche > > Erklaerung gesehen. Angeblich hat Freeman Dyson damals seinen Kollegen die QED erklaert, > > vorher haben sie es auch nicht verstanden... > > > >> > >> Im Gegensatz dazu bringt die QFT den ganzen Mechanismus im Detail zum > >> Vorschein, und die unendlichen Größen heben sich zufriedenstellend gegen > >> unbeobachtbare Ausgleichsterme, weil es die Aufteilung in innere und > >> äußere Linien gibt. Und alles basiert auf der stinknormalen Version der > >> Elektrodynamik, deren Probleme sich in Luft auflösen.