Path: csiph.com!weretis.net!feeder8.news.weretis.net!feeder5.news.weretis.net!news.solani.org!.POSTED!not-for-mail From: Gerhard Hoffmann Newsgroups: de.sci.electronics Subject: Re: Einseitige Platinen in KiCAD - wie? Date: Thu, 14 Jan 2021 14:34:58 +0100 Message-ID: References: <1euri8dnm6vhf$.dlg@news.bartheld.net> <1gg8g79g6a7xa$.dlg@news.bartheld.net> <5FFEDED9.5BFD6466@Berger-Odenthal.De> Mime-Version: 1.0 Content-Type: text/plain; charset=iso-8859-15; format=flowed Content-Transfer-Encoding: 8bit Injection-Date: Thu, 14 Jan 2021 13:34:58 -0000 (UTC) Injection-Info: solani.org; logging-data="6991"; mail-complaints-to="abuse@news.solani.org" User-Agent: Mozilla/5.0 (X11; Linux x86_64; rv:68.0) Gecko/20100101 Thunderbird/68.10.0 In-Reply-To: Cancel-Lock: sha1:MOt+OuGiLMfv2gz0cEzi6zr2Szc= X-User-ID: eJwNxskBwDAIA7CVIMUGxmk59h8h1Ut4qCw3gobFnsyoE+jpz/hHRBo57mmlPRLKfAWs9c3gBQlxEGU= Content-Language: de-DE Xref: csiph.com de.sci.electronics:297437 Am 14.01.21 um 12:44 schrieb Volker Bartheld: > On 13 Jan 2021 20:35:44 GMT, Michael Schwingen wrote: > Vor einiger Zeit hatte ich mir mal dieses Thermo(toner)transferverfahren > angesehen, weil ich nicht auf kommerzielle Prototypplatinen warten wollte. > Die Bügelei schien mir aber mit der Tonerübertragung nicht so 100%ig > zuverlässig zu sein. Mein Kyocera 2135d bringt wohl auch nicht den > Schwärzungsgrad her, den man für zuverlässigen Schutz beim Ätzen braucht. > > Gestern bin ich auf Youtube zufällig über ein Naßverfahren gestolpert, da > druckt jemand of Glanzpapier (z. B. von Illustrierten), feuchtet das Papier > > Sah toll aus. Naja, sieht alles toll aus, bei anderen Leuten. Wenns klappt, > kannst Du mit FeCl3, (NH4)2S2O8 oder HCl/H2O2 jedenfalls recht schnell > eine zweiseitige Platine fummeln. Das Fotoverfahren habe ich mir nie > angetan, wegen UV-Belichter, Ätznatron, usw. zu aufwendig. > Durchführungen zwischen DIP-Pins traue ich mir DIY-mäßig noch so gerade > eben zu, ist aber schon eher spannend. Wenn man also um die ICs > herumrouten muß, steigt der Aufwand und der Platzbedarf in gleichem Maß, > wie die Laune in den Keller geht. Spätestens, wenn irgendein > Microcontroller, Busleitungen und etwas Peripherie im Spiel sind, würde > ich die Platine professionell fertigen lassen. So ein schön bedrucktes > Teil in FR4, verzinnt und mit Lötstoplack hat schon seinen Charme. Dagegen > stinken die DIY-Teile voll ab. (exotische Produktionsmethoden gesnippt) Mit vorbeschichteten Platinen von Bungard und Filmen aus meinem Kyocera gehen jederzeit 6/6 mil design rules. Hässlich werden eher richtig große Flächen. Ich verstehe nicht, dass es beim Drucker keine Option für die Maximierung des Tonerverbrauchs gibt. Wenn's noch besser sein muss: Offset-Film aus der Druckerei ein Dorf weiter. Damit ist auch 4mil/4mil kein Problem. Per Laserdrucker dauert das etwa eine Stunde von Altium bis Löten. Platine/Film wird zwischen 2 Glasplatten mit viel Klebstreifen montiert. Belichtung mit Gesichtsbräuner aus dem Blödmarkt. Dauert leider 10 min weil meine Glasscheiben entgegen der Versicherung des Glasers ziemlich viel UV schlucken. Bilderrahmen haben dünneres Glas. Entwickeln mit NaOH, 2.5 Messlöffelchen pro Liter Leitungswasser, 30 sec. Rohrfrei geht auch, wenn man das Aluminium rauspuhlt. (nicht selbst getestet). NaOH kostet fast nix. Der Liter Lösung reicht für 5 *. Ätzen in einer hitzebeständigen Glasschüssel. Seit ich einen Induktionsherd habe, muss ich noch eine Pfanne mit Wasser drunterstellen. Photoresist strippen mit Aceton. Noch sauberer wird es mit nochmal Gesichtsbräuner ohne Film + nochmal NaOH. Man merkt den Unterschied wenn man Seno-Glanzzinn benutzen will. Ja, ich warte auch gerade auf JLBPCB. Gammelt wohl wieder irgendwo bei DHL rum. Ich brauche jetzt Rogers 4003 oder TMM6 statt FR4. Gibt's nicht bei JLBPCB. PCBWAY will 200¤ für 5 Briefmarken. Da muss ich mir wohl doch nochmal Positiv-20 antun, vor allem wenn ich ein paar Iterationen brauche bis so ein Mikrowellenfilter auf der Sollfrequenz ist. Gruß, Gerhard