Path: csiph.com!fu-berlin.de!uni-berlin.de!individual.net!not-for-mail From: Guido Grohmann Newsgroups: de.sci.electronics Subject: =?UTF-8?Q?Re:_OT:_Betriebsg=c3=bcnstigeBEV?= Date: Wed, 27 May 2026 17:05:44 +0200 Lines: 66 Message-ID: References: <10uvaue$na93$3@gwaiyur.mb-net.net> <7sq71l91qm2adrqptbsfm06e18535cf4fr@4ax.com> <10v0thg$t6cr$1@gwaiyur.mb-net.net> <6A140C01.D9468B68@Berger-Odenthal.De> <10v1460$tgg4$1@gwaiyur.mb-net.net> <10v3fda$6761$1@gwaiyur.mb-net.net> <10v3r3o$9qii$1@news1.tnib.de> <10v481q$aikb$1@news1.tnib.de> <6A161B30.E6897546@Berger-Odenthal.De> <10v6noc$5gmk$1@gwaiyur.mb-net.net> Mime-Version: 1.0 Content-Type: text/plain; charset=UTF-8; format=flowed Content-Transfer-Encoding: 8bit X-Trace: individual.net tjPaXnBMCzyqaDm+njv2XQTRY6OtT/jl9bYl23MtqCBh+MilE= Cancel-Lock: sha1:PuBOVCqR4z8rl3IjDSPorVkcMiQ= sha256:6FSsvq5ODY51YnrVSozTyih8YBjUWvzR0NWJOjnCCXs= User-Agent: Mozilla/5.0 (X11; Linux x86_64; rv:128.0) Gecko/20100101 Firefox/128.0 SeaMonkey/2.53.23 In-Reply-To: Xref: csiph.com de.sci.electronics:367779 Alexander Schreiber schrieb: > Ralph Aichinger wrote: >> Guido Grohmann wrote: >>> nicht unbedingt. Wenn man ein Fahrzeug baut, was elektrisch angetrieben >>> ist, einen kleinen Pufferspeicher für Rekuperation hat und ansonsten den >>> Strom aus irgendeinem schnell tankbaren Chemischen Treibstoff direkt zum >>> Gebrauch erzeugt, halte ich das für sinnvoller als BEV mit der >>> Brechstange durchzudrücken. >> >> Nein. Weil der Carnot-Prozess einen jämmerlichen Wirkungsgrad hat, >> elektrochemische Prozesse aber sehr geringe Verluste. > > Jetzt stör doch diese Argumentation nicht mit Fakten .. > >> Darum ist das eine sehr dumme Idee. > > "Kannste schon so machen, aber dann isses halt doof." Euer Problem ist, daß ihr euch auf einen einzigen Fakt fokussiert. Das größte Problem der BEV ist das Laden des Akkus, sind die Ladezeiten im Verhältnis zur Reichweite. Lebenszeit, die man fürs Laden verschwendet ist eine unwiederbringliche Resource für jeden einzelnen selber. Zudem kann man nur 70% der akkukapazität wirklich nutzen, wenn der eine Weile leben soll. Man kann nun folgendes machen: (a) Deutlich mehr Geld (als Privatperson) als für einen herkömlichen PKW ausgeben für: das Fahrzeug selber, Solarzellen samt Steuerelektronik und teure Dacharbeiten, einen Batteriespeicher, da man das Auto ja nicht zwangsläufig lädt, wenn der ertrag vom Dach am höchsten ist (oder meinetwegen das Windrad liefert). dazu kommt noch ein Erdkabel zur Garage und als kleinster Posten die Wallbox. Wer das Geld hat und die baulichen Voraussetzungen, ok. Laternenparker stehen da im dunkeln, leider verträgt das Stromnetz der Straßenbeleuchtung eben nicht die Ladepukte zusätzlich, trotz deutlich sparsamerer Leuchtmittel. Kann für Pendler eine gute Lösung sein, reicht maximal dann nicht, wenn man mal ein paar 100 km in den Urlaub fahren will. (b) Man kann sich auch die Ladezeiten schönreden. Ich geh aufs Klo, trink einen Kaffee, seh mir eine Folge irgeneiner Serie an während des Ladens. Alles für das Gewissen, das richtige zu tun. (c) man kann sich eine Wallbox kaufen und sich den 100% Ökostromvertrag schönlügen. Alles fürs Gewissen. (d) oder man entwickelt einen Kompromiß, in dem man eben entweder Wechselakkus oder einen anderen Grundstoff zur Energiebereitstellung nimmt. Weniger Wirkungsgrad, weniger Flexibilität im Fahrzeugdesign durch die wechselakkus aber dafür mehr Zeit, weil man das zeitfressende Nachladen spart. Wenn man sich beispielsweise Akku-Triebwagen oder Busse ansieht, dort mußte man auch Geld in die Hand nehmen und an den Endpunkten Ladepunkte vorsehen (etwa über Stromabnehmer in der Endstelle), sieht man, daß das im Invividualverkehr doch nur äußerst suboptimal funktioniert. Es ist mir sehr wichtig, mit Resourcen sparsam umzugehen. Und wenn ich da sehe, was da alleine für eine Elektroschrottwelle auf uns zurollt, wird mir ganz anders. Da verdienen sich einige wenige an der Öko-Ideologie eine goldene Nase. Das hatten wir alles schon mal, Ablaßhandel ist nix neues. Guido