Path: csiph.com!fu-berlin.de!uni-berlin.de!individual.net!not-for-mail From: Juergen Newsgroups: de.sci.electronics Subject: Antennen für DVB-T2 und FM-Radio in ein Koaxkabel einspeisen Date: Sun, 29 Mar 2026 19:05:03 +0200 Lines: 67 Message-ID: Mime-Version: 1.0 Content-Type: text/plain; charset=utf-8 Content-Transfer-Encoding: 8bit X-Trace: individual.net XBKrbcijgg0eKQ9pBIaetAltiHvy6SFwZDQY6rEIfVuXRAQMOa Cancel-Lock: sha1:N1AjglNPwSbrYA3btwImCzJ4vyM= sha256:N+B0mhBT6Tv05ceQ+CDwyG7azmIKH6dgMTy7NWVK+g4= X-Newsreader: Forte Free Agent 1.92/32.572 Xref: csiph.com de.sci.electronics:366878 Servus. Nachdem der neue Fernseher auch TVB-T2 kann, wollte ich mal ausprobieren, ob von seit Jahrzehnten genutzten Dachantennen noch was kommt. Es sind 2 Antennen, davon eine mindestens 2 Meter lange Yagi-Antenne, die ich zu Zeiten des analogen Fernsehens (PAL) montiert und auf den ca. 25 km entfernten Sender Frankenwarte ausgerichtet hatte um damals RTL auf Kanal 60 besser empfangen zu können. Die andere Antenne ist auch eine Yagi, aber kleiner. Die Antennen sind an einem Antennenverstärker angeschlossen, der Anschlüsse für 3 TV-Bänder (das unterste unbelegt) sowie FM hat. Seinen Ausgang hatte ich mit dem passenden Eingang des SAT-Multiswitches (Astra 19,2 ° Ost) verbunden. Das hat funktioniert bis DVB-T abgeschaltet wurde. Seither hing nur noch die Radio-Antenne am Multiswitch (ohne Verstärker). Das ist eine unter dem Dach montierte einfache T-Antenne (bzw. ein Dipol). Ich hatte die TV-Antennen auch abgeklemmt, weil es an einem anderen Fernseher (der DVB-T aber nicht -T2 kann) zu Störungen kam, ich vermute Einstrahlungen von den Mobilfunkanlagen auf dem Nachbargebäude, 2010 wurden ja die Frequenzen 700-862 MHz (Kanal 61-69) versteigert und von Mobilfunkanbietern genutzt. Und unsere Richtantenne zielt ziemlich genau auf die Anlage in vielleicht 50 m Entfernung. Um das mit dem neuen Fernseher mal auszuprobieren, habe ich den alten Zustand wieder hergestellt. Der Sender Frankenwarte strahlt 3 DVB-T2 Multiplexe ab: ARD Bayern (594 Mhz), BR (650 MHz), ZDF mobil (514 MHz). Der neue Fernseher fand mit den Dachantennen die Mulitplexe ARD Bayern und BR. Danach habe ich wieder nur den Dipol für FM angeklemmt, aus Neugier aber nochmal den Suchlauf gestartet. Und plötzlich waren die Programme von ZDF mobil da (und die anderen weg). Zu meiner Verwunderung. Neugierig geworden habe ich mir eine "DVB-T2-Dipol-Antenne" gebastelt: Ein Antennenkabelstecker mit 2 Drähten, je ca 12,5 cm lang und in 2 Richtungen weggebogen (also auch ein Art T). Ans Antennenanschlusskabel gesteckt und ans Fenster gelegt konnte ARD Bayern und BR empfangen werden. Neugierig geworden habe ich diese "Antenne" zwischen Außenwand und einen Heizkörper gehängt. Damit empfange ich jetzt alle 3 Muliplexe, mit einer Einfachst-Zimmerantenne und dem alten Guß-Heizkörper als Reflektor. Zirka 25 km Luftlinie vom Sender Frankenwarte entfernt. Jetzt überlege ich, wie ich das mit den vorhandenen Antennen schaffen könnte. Den Antennenverstärker brauche ich wohl nicht. Leider sind die Antennenstecker da in den Buchsen festgerostet. Oder ich hänge mir eine Doppel-Quad-Antenne mit Reflektur unters Dach, da gibt es auch schöne Bauanleitungen für. Letztlich eine zu zwei Quadraten mit 12,5 cm Kantenläge gebogener Draht ("Brille") vor einem Reflektor. Unterm Dach (ist bislang nicht gedämmt, also keine Alu-Folie) schön ausgerichtet könnte das reichen. Oder doch die vorhandene Außen-Yagi (aufs Dach will ich eher nicht), schätze die hat einen satten Gewinn. Doch wie kann ich die Radioantenne (brauche ich) und eine UHF-Antenne zusammenschließen ohne dass sie sich stören? Brauche ich da zwingend eine Weiche oder sind die Frequenzen weit genug voneinander entfernt dass ich einfach die Innenleiter und die Abschirmung der Koax-Kabel verbinden kann? cu. Juergen -- \\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\ \ Freie Bits für freie Buerger \ \\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\