Path: csiph.com!fu-berlin.de!uni-berlin.de!individual.net!not-for-mail From: Olaf Schultz Newsgroups: de.sci.electronics Subject: =?UTF-8?Q?Re=3A_26650_Rundzelle_und_=C3=9Cberladung?= Date: Sun, 8 Feb 2026 13:53:23 +0100 Lines: 74 Message-ID: References: <10m9urh$1ttm7$1@dont-email.me> Mime-Version: 1.0 Content-Type: text/plain; charset=UTF-8; format=flowed Content-Transfer-Encoding: 8bit X-Trace: individual.net 3qA8bbW255zC9NYp8UD//gyMdHDWFrAUDLJ78UNBQurYNX1r0f Cancel-Lock: sha1:XaOkaXzPIk2ZwOizbc1P3Al8M8U= sha256:jxq5VbJ8OUT9wYgNjDZgIwkbzQ1vczintbSTVFnxkAA= User-Agent: Mozilla Thunderbird Content-Language: en-US, de-DE, es-US In-Reply-To: <10m9urh$1ttm7$1@dont-email.me> Xref: csiph.com de.sci.electronics:366223 Am 08.02.26 um 13:16 schrieb Arno Welzel: > Als kleine Lektion zur Warnung... > > Man nehme: eine 26650 Rundzelle und ein Ladegerät dafür (Xtar VC2SL) auf > einem Tisch. LiIon oder LFP? > > Dann lege man die Rundzelle in das Ladegerät zum Laden ein, was vorher > über gut zwei Jahre nie ein Problem war. > > Ergebnis: nach mehreren Stunden gibt es offenbar ein kleine Explosion, > der Akku springt aus dem Netzteil, wird in Richtung Wand geschleudert > und bleibt an der Schreibtischkante liegen, wo er dann reichlich Hitze > abgibt und abdampft. Die Schreibtischplatte wird auf mehreren mm Tiefe > angekockelt, der Raum füllt sich mit Rauch. Dazu kommen einige Kabel die > an diese Stelle lagen und ebenfalls verschmort sind. Weitere Geräte, die > hinterher Schrott waren, wegen der Ablagerungen aus dem Akku: Tastatur, > Maus, Desktop-KVM-Switch, Bürostuhl. Schitt, gegen solche Knallfrösche hilft auch keine Brandresistente Oberfläche (s.u.)... da muss noch ein Ton-Blumentopf rüber.. und die Lötdampfabsaugung bereitgestellt werden... Äh, Ladegerät? Das imax B8+ hier hat eine Zeitbegrenzung. Mehrere Stunden... mit sow wenig C lade ich Akkus i.a. nicht. > Ein dort ebenfalls vorhandener Monitor blieb glücklicherweise > unversehrt, weil er auf einer zweiten Platte stand, die als zweite Ebene > 20 cm über der Schreibtischplatte war. Dadurch wurde der vom Akku > versprühte Inhalt eher nach unten gerichtet - und hat auch den Stuhl > nachhaltig ruiniert, weil sich die Spritze in den Stoff eingebrannt haben. > > Die Feinstaubmessung für diesen Raum zeigt zu diesem Zeitpunkt fast 8000 > ug/m³ und es war reines Glück, dass nichts schlimmeres passiert ist. > Dank automatisch anlaufender Luftreiniger in fast allen Räumen wurde der > Rauch zumindest innerhalb von etwa 30 Minuten weitgehend aus der > Raumluft entfernt (der Filter dazu war danach auch fast schwarz und > wurde direkt ausgetauscht). > > Der Akku nach dieser Aktion: > > > > Die Wand und die Tischplatte: > > > > > Ich neige dazu, Fehler im Akku als Ursache anzusehen. Der Akku war bis > zu diesem Zeitpunkt unauffällig, außer dass die Kapazität schon ziemlich > nachgelassen hatte und nur noch etwa 60-70% der Nennkapazität war. > > Aber woran soll man das vorher von außen erkennen, wenn nicht mit einem > Ladegerät, was die Kapazität misst? Oder war das Ladegerät einfach Mist? > > War es hier mal... Sträflicherweise eine PS-2403D zum laden eines 2S aus Nokia-Clones 3110 IIRC. Rauchmelder seih Dank ging es glimpflich aus... aber auch einiges an Kabeln verschmort, Papier angekokelt... Zentrale Be+Entlüftung lieft danach auf Hochtouren;-) Frage: Temperatursensor? Ich lade "fragwürdige" Akkus nur noch auf unbrennbaren Oberflächen (alter Teller, Glasplatte...). Einen 26650 hätte ich hier auch noch... allerdings LFP.. mal tiefentladen in einem 3S3P-Pack und hat nun eine gewisse Selbstentladungstendenz... geht demnächst in den Breisgau;-) Dann mal viel Erfolg beim Renovieren, Olaf