Path: csiph.com!fu-berlin.de!uni-berlin.de!individual.net!not-for-mail From: Thomas Heger Newsgroups: de.sci.electronics,de.sci.physik,de.talk.tagesgeschehen Subject: Re: OT: Erdwachstum Date: Sun, 14 Sep 2025 10:05:53 +0200 Lines: 174 Message-ID: References: <20250903224236.2ba4582c@Achmuehle.WOR> <20250905233833.399ebdd8@Achmuehle.WOR> <20250906212800.7eb5c1d2@Achmuehle.WOR> <20250907211900.6efe5ece@Achmuehle.WOR> <20250911215120.5917ab7e@Achmuehle.WOR> <20250913215720.65361648@Achmuehle.WOR> Mime-Version: 1.0 Content-Type: text/plain; charset=UTF-8; format=flowed Content-Transfer-Encoding: 8bit X-Trace: individual.net sab5e7LrNGul0kRBvJww2Qhd6Mu9gplXesx1cioly2hRvImysQ Cancel-Lock: sha1:0nu0TWamHvKkxJENTW0YhTAIrH0= sha256:jItcDLVfQTi4KpJ+6h4bEZBeXKUKpvVTKWIqGOKccwQ= User-Agent: Mozilla Thunderbird Content-Language: de-DE In-Reply-To: <20250913215720.65361648@Achmuehle.WOR> Xref: csiph.com de.sci.electronics:363661 de.sci.physik:158885 de.talk.tagesgeschehen:1070503 Am Samstag000013, 13.09.2025 um 21:57 schrieb Sieghard Schicktanz: > Hallo Thomas, > > Du schriebst am Fri, 12 Sep 2025 08:28:57 +0200: > >>>>> Ich bin ja Anhänger der 'Wachsende Erde Theorie', ... > ... >>>> Und was passiert dann mit den _anderen_ Planeten? Verschwinden die >>>> einach und machen Platz für die "Jupiter-Sonne"? Ja, und die "alte" >>>> Sonne, was passiert der? Da klafft ein riesiges Loch in der >>>> Beschreibung, eins, das über 99% des Inhalts ausmachen müßte, bezieht >>>> man die Massenverhältnisse im Sonnensystem ein. >>> >>> Kannst Du darauf etwa nichts erwidern? > > >> Dein Fehler ist deine Vorstellung vom Begriff 'Raum'. > > Da haste jetzt aber ganz schön lange nachgegrübelt. > >> Das ist nicht weiter verwunderlich, weil unser Gehirn nicht in Begriffen >> denkt, die zur Geometrie mit mehr als drei Dimensionen passen. > > Was ja auch dadurch bestätigt wird, daß die inwischen allgemein > akzeptierte ART (Allgemeine Relativitäts-Theorie) eine 3+1-dimensionale > "Mannigfaltigkeit" (Raumzeit) zur Grundlage hat, wobei die "+1"-Dimension > die Zeit darstellt, die sich bei Transformationen auch noch in die > Raumdimensionen einmischt. Allerdings ist diese Sicht falsch. Einfach die Zeit als weitere Achse zum Euklidischen Raum hinzuzunehmen ist eine idiotische Idee. > >> Für mich ist der Euklidische Raum aber nicht real und wir sehen sowas >> auch nicht in der Nacht am Himmel. > > Sicher, _der Euklidische Raum_ ist eine Idealisierung. > >> Der (Welt-) Raum ist demnach 'relativ' und erscheint nur hier und für >> uns so zu sein wie er aussieht. > > Richtig. Wir schauen "nach draußen" sozusagen immer "in die Vergangenheit". > >> Man kann nun zeigen, dass eine ganze Reihe seltsamer Phänomene viel mehr >> Sinn ergeben, wenn man von unserer üblichen und in unserem Gehirn fest >> verdrahteten Sichtweise abgeht. > > Na, dann zeig'mal, was Du da so findest... Das Universum existiert (offensichtlich), daher ist die Frage, ob das Universum a) 'ex nihlo' entstanden ist, oder b) einen Vorgänger hatte. Ich optiere natürlich für b). Dann bin ich auch ein Anhänger der Idee einer lokalen Zeit. Zeit soll also lokal sein und sich verhalten wie eine imaginäre Achse. Diese 'Achse' kann man dann verdrehen und damit stülpt sich sozusagen das Universum um. Leider ist das etwas 'blumig' ausgedrückt. Aber es meint, dass unser Universum (das mit dem Urknall) nicht aus dem Nichts entstanden ist, sondern eher sowas wie unsere 'Heimatblase' darstellt. Sowas nennt man in der Kosmologie 'Weißes Loch' und das wiederum ist die 'andere Seite' von einem 'Schwarzen Loch'. Diese sind verbunden durch so eine imaginäre Achse, die von der schwarzen zur weißen Seite zeigt und genau bei uns auf der Erde im Jetzt und hier endet. Wir befinden uns also genau im Zentrum des Universums, zumindest sieht es für uns so aus. Aber da alle Beobachter gleichberechtigt sein sollen, muß das gleiche für alle anderen Punkte im Universum auch gelten. Diese anderen Punkte sind also auch 'das Zentrum des Universums, weswegen 'das Universum' eben nicht universell sein kann, sondern 'relativ' sein muss. Außerdem haben alle diese Universen auch einen Urknall, welcher aber nicht identisch sein kann, weswegen alle Subuniversen einen eigenen Urknall haben müssen. Das würde dann aber auch eine Schöpfung des Universums 'ex nihilo' ausschließen. ...> >> Insbesondere ist dann das 'Universum' keineswegs universell, sondern >> unsere Sicht auf eine dieser Sicht zu Grunde liegende Realität, welche >> wir nicht direkt sehen/erkennen/messen können. >> >> Aber das ist natürlich etwas viel verlangt. > > Das ist "etwas dünn" beschrieben. > >> Ich behelfe mir daher mit einem Trick und reduzieren die Dimensionen um >> eine und füge die dann durch eine rel. einfache Regel wieder ein, was >> dann aber dazu führen würde, das man das gemeinte nicht mehr darstellen >> kann. > > Aha. Großartig... Wobei ich "meine", genau so ein Vorgehen auch schon > anderweitig für Modellierung und (grafische) Darstellungen angewandt > gesehen zu haben, so als wäre das ein gängiges Konzept zur Darstellung > von höherdimensionalen Gebilden oder Vorgängen. Das geht wahrscheinlich garnicht anders. >> Daher mache ich das auch nicht, sondern stelle nur die um eine Dimension >> reduzierten Zusammenhänge dar und gebe die Regel mit, welche man auf >> diese Darstellungen anzuwenden hätte. > > Kannste mal 'n Beispiel geben? > >> Siehe hier: >> >> https://docs.google.com/presentation/d/ > 1Ur3_giuk2l439fxUa8QHX4wTDxBEaM6lOlgVUa0cFU4/edit?usp=sharing > > Nee, "hier" kann ich nischt sehn, google hat hier Hausverbot. Hausverbot für google???? Warum das denn??? >> Das von dir gemeinte Problem mit dem Jupiter existiert also garnicht, >> weil mit der neuen Sonne auch der dazugehörige Platz auftaucht. > > Ach so - genial. Aber dann versteh' ich nicht, wieso _zwischen_ den > Sonnensystemen - die ja alle weitgehend nach Deinem Mechanismus entstanden > sein sollten - soviel "leerer Raum" ist. Oder entsteht der auch ohne einen > Planeten (o.w.a.i.) dadrin? Dann müßte sich doch messen lassen, daß sich > die Planeten parallel zu ihrem Wachstum von ihrer (aktuellen) Sonne laufend > entfernen? Warum mißt man das nicht? Und die Umlaufzeiten im Sonnensystem > müßten sich auch ständig ändern, sogar die Umdrehungsdauern jedes einzelnen > Körpers, z.B. also auch der Erde? Obwohl, ja, die Erde dreht sich laufend > langsamer, nur entspricht das genau dem Impulsübertrag durch die Gezeiten > vom Mond, da bleibt nichts für andere Einflüsse übrig. > (Daß es dann auch noch viel mehr Novae oder gar Super-Novae bzw. deren > Reste, geben müßte, ignorier'ich hier erstmal.) Natürlich wurde sowas schon gemessen. Etwa hatte das Jahr bei den alten Römern nur 360 Tage. Und die alten Römer waren nicht dumm und konnten schon wesentlich weiter zählen als bis 360. Außerdem kann man das von mir gemeinte durchaus sehen, allerdings nicht im sichtbaren Spektrum. Man muß sich vorstellen, dass um die sichtbaren Himmelskörper herum auch etwas existiert, was aber nicht sichtbar ist, sondern sozusagen auf den falschen Frequenzen funkt. >> Das widerspricht zwar unserer 'Logik', aber nur weil wir uns sowas >> einfach nicht vorstellen können. > > Hmm - so unvorstellbar finde ich die Idee aber nicht. Es wäre halt ganz > gut, wenn man das auch irgendwie feststellen könnte. Sonst landet man bei > dem weder beweis- noch widerlegbaren Konzept, nachdem alles ständig größer > oder kleiner wird, ohne daß sich irgendwelche Relationen dabei ändern. > Und das kann man dann halt getrost ignorieren - es hat einfach keine > Auswirkungen, weder auf das Universum noch auf uns. > Naja, ändern wird man die Natur wohl ohnehin nicht können. Die Dinge sind halt so wie sie sind. Wir können nur versuchen, die Natur zu verstehen. TH