Path: csiph.com!fu-berlin.de!uni-berlin.de!individual.net!not-for-mail From: Thomas Heger Newsgroups: de.sci.electronics,de.talk.tagesgeschehen,de.sci.physik Subject: Re: OT: Erdwachstum Date: Mon, 21 Jul 2025 08:55:13 +0200 Lines: 68 Message-ID: References: <103m0r3$4n4p$1@fritzs.eternal-september.org> <20250703213843.01ed676e@Achmuehle.WOR> <20250705212922.50a9baa9@Achmuehle.WOR> <20250708215554.46667496@Achmuehle.WOR> <7e5s6k90qr1807r09kgjkd7rlkrjaohp9c@4ax.com> <105gcog$2qal5$2@fritzs.eternal-september.org> Mime-Version: 1.0 Content-Type: text/plain; charset=UTF-8; format=flowed Content-Transfer-Encoding: 8bit X-Trace: individual.net 4fdA8JzufCJ9/LwWl7H4PQTxT6KNozeOBGVZbUBlpUcupIUyyz Cancel-Lock: sha1:rRDeSlTkJ8tFq92euCzSgW+2q+0= sha256:Laobcnt9VewSDLm6KIT9wkgu5gXmVeo5JReZqAI6zGY= User-Agent: Mozilla Thunderbird Content-Language: de-DE In-Reply-To: <105gcog$2qal5$2@fritzs.eternal-september.org> Xref: csiph.com de.sci.electronics:362629 de.talk.tagesgeschehen:1066667 de.sci.physik:158469 Am Samstag000019, 19.07.2025 um 17:14 schrieb Fritz: > On 10.07.25 near 08:55, Thomas Heger suggested: >> Sollte also Stein tatsächlich fließen können, dann müßte etwa der Mount >> Everest langsam kleiner und unten breiter werden. > > Genau das würde er machen, wäre er noch höher! > > Aufgrund der Gravitation der Erde ergibt sich eine Maximalhöhe von Bergen! > > > Zitat: > »Zweitens hat der Berg eine Höhe erreicht, die nach irdischen Maßstäben > - und nach Ansicht von Geowissenschaftlern - ein absolutes Maximum > darstellt. Mehr als rund zehn Kilometer ist nicht drin. Denn je höher > ein Berg, desto größer seine Basis und seine Masse. Die übt auf den > Untergrund, über dem sich der Berg erhebt, einen immensen Druck aus. > Überschreitet der ein kritisches Maß, verflüssigt sich das Gestein - und > genau das ist der limitierende Faktor.« Die Größen 'Masse' und 'Gewicht' sowie der Begriff 'Materie' werden häufig durcheinander gebracht, wie auch hier. Was eine Masse hat, das nennt man 'Materie' und es ist diese Materie, welche mittels ihrem Gewicht eine Kraft auf den Untergrund ausübt. Genau genommen wird die Gewichtskraft aber im Zusammenspiel aus der Erde und dem Berg erzeugt (wie genau das funktioniert, darüber streiten die Gelehrten noch). Masse übt jedenfalls keine Kraft aus, weil Masse ein Attribut von Materie ist, aber selber kein Objekt. Und ob Berge mit einer Höhe von mehr als zehn km auf der Erdoberfläche zerfließen würden oder nicht, das werden wir wohl nie erfahren, weil es keine so hohen Berge auf der Erde gibt. Zwar gibt es Berge im Meer, die noch viel höher sind, allerdings nur, wenn man deren Höhe vom Meeresgrund aus misst. Aber die zerfließen anscheinend auch nicht. Wenn man den Begriff 'Berg' etwas großzügiger definiert, dann könnte man auch 'Berge' finden, die sich noch, sozusagen, in die Erde erstrecken und dann beliebig dicke 'Fundamente' hätten. Dann würde man auch auf so hohe Berge kommen, die allerdings auch nicht zerfließen, weil die 'Fundamente' natürlich beliebig groß gedacht werden können und nicht real als selbständige Einheiten existieren. > Gestein verhält sich dann so ähnlich wie Siegelwachs, es zerfließt an > der Basis! Gestein verhält sich genau nicht wie Siegelwachs (oder Glas), weil Gestein eine kristalline Struktur besitzt. Das bewirkt, dass die subkristallinen Strukturen unter Belastung dazu tendieren, wieder 'zurück zu schnappen' in ihre vorherige Position, wo sie vorher so gut hin gepaßt hatten. Belastet man Gestein aber stärker, dann zerbricht es normalerweise. Fließen findet man nur bei amorphen Substanzen. ... TH