Path: csiph.com!fu-berlin.de!uni-berlin.de!individual.net!not-for-mail From: Thomas Heger Newsgroups: de.sci.electronics,de.talk.tagesgeschehen,de.sci.physik Subject: Re: OT: Erdwachstum Date: Thu, 17 Jul 2025 19:36:23 +0200 Lines: 79 Message-ID: References: <20250624221425.2835f049@Achmuehle.WOR> <103m0r3$4n4p$1@fritzs.eternal-september.org> <20250703213843.01ed676e@Achmuehle.WOR> <20250705212922.50a9baa9@Achmuehle.WOR> <20250708215554.46667496@Achmuehle.WOR> <104l7vc$3fn9$3@fritzs.eternal-september.org> Mime-Version: 1.0 Content-Type: text/plain; charset=UTF-8; format=flowed Content-Transfer-Encoding: 8bit X-Trace: individual.net TSd86jqCx6ChSPDX+VbskAabvFz0L2c0KONkeFWLLtxDFeLWik Cancel-Lock: sha1:lNBQncQXrDzOSlqCIQ+e5ECvMWM= sha256:L0GeJmSgLgdFkWSnBb9DrKklxNwP86x1wqE0lbXX83o= User-Agent: Mozilla Thunderbird Content-Language: de-DE In-Reply-To: <104l7vc$3fn9$3@fritzs.eternal-september.org> Xref: csiph.com de.sci.electronics:362567 de.talk.tagesgeschehen:1066436 de.sci.physik:158429 Am Mittwoch000009, 09.07.2025 um 10:07 schrieb Fritz: > On 09.07.25 near 09:08, Thomas Heger suggested: >> Sollten Gestein nämlich tatsächlich fließen, dann würde man sowas an dem >> zerfließen von Gebirgen sehen können. > > Auf dem Mars existiert ein Vulkan 'Der Olympus Mons' > »Der Olympus Mons (lateinisch für Berg Olymp), früher auch Nix Olympica, > ist ein Vulkan am Rande der Tharsis-Region auf dem Planeten Mars. Er hat > eine Gipfelhöhe von über 22 km über dem mittleren Planetenniveau und 26 > km über der umliegenden Tiefebene sowie einen Durchmesser von fast 600 > km.[1] > Der Berg ist ungefähr zweieinhalb Mal so hoch wie der Mount Everest, > gemessen über dem Meeresspiegel. Er ist damit im Sonnensystem der > höchste Berg und zudem der größte Vulkan.« > .... auf der Erde könnte dieser unmöglich so hoch werden ... > »Der Berg konnte auch nur deshalb so groß werden, weil die > Anziehungskraft auf dem Mars geringer ist als auf der Erde. Wäre dies > nicht der Fall, so würde der Olympus Mons – von seinem eigenen Gewicht > erdrückt – „zusammensacken“.« > > > Auf der Erde würde sich aufgrund des hohen Druckes das Gestein erhitzen > und verflüssigen. Lässt sich mittels Schweißgerät - Wasserstoff + > Sauerstoff oder elektrischer Lichtbogen sogar nachvollziehen. Kegelförmige Vulkane entstehen idR unter Wasser. Das geht so: aus unterseeischen Quellen strömt Lava aus und ergießt sich ins Meer. Da das Wasser sehr gut kühlt wird die äußere Seite des Lavastromes rasch abgekühlt, der innen liegende Lavastrom aber weniger. Dann kommt irgendwann der nächst Lava-Schub und durchbricht die alte Kappe über dem Vulkan und und verlängert dabei eine Art 'Schlot'. Aus diesem tritt dann Lava aus, aber etwas weiter vom Meeresgrund entfernt. Der Schlot läuft dann über und die Lava erkaltet um den Schlot herum. Das geht dann immer so weiter, bis der Vulkan die Wasseroberfläche erreicht. Dann läuft die Lava an den Seiten herunter ins Meer und erkaltet dort. Das führt langsam zu einem Kegel, der bereits unter Wasser beginnt, aber durch das Wachstum des Planten auch angehoben werden kann. Dabei entsteht dann die typische Kegelform, welche man auch an Land finden kann, wenn das Wasser weg ist. Wenn da aber nie Wasser war, dann gibt es auch Probleme mit der Kegelform, weil Lava in dem Fall eher seitlich wegläuft und sogn. 'Schildvulkane' bildet. Wenn nun ein sehr hoher Berg auf dem Mars steht, dann muß dort irgendwann mal Wasser gewesen sein, weil ohne Wasser die Vulkane nicht so hoch werden. Der Berg wird aber nicht deswegen wieder verschwinden, weil er so hoch ist, denn Stein neigt nicht zum fließen, sonder zu 'Sprödbrüchen', sofern der Druck hoch genug ist. Dafür muß der Druck allerdings enorm groß werden, denn Stein ist hauptsächlich druckfest und eher gering fest gegen Zug. Normale Berge erreichen diese Festigkeitsgrenze für Druck aber nicht, denn sonst würde es die Berge garnicht geben. Und auf Zug wird ein Berg normalerweise nicht belastet. ... TH>