Path: csiph.com!fu-berlin.de!uni-berlin.de!individual.net!not-for-mail From: Thomas Heger Newsgroups: de.sci.electronics,de.sci.physik,de.talk.tagesgeschehen Subject: Re: OT: Erdwachstum Date: Thu, 3 Jul 2025 19:12:40 +0200 Lines: 71 Message-ID: References: <20240124204620.0a0af3ae@Achmuehle.WOR> <20240125102006.a6c80fdd2b2e3a53c63cc3a2@duebbert.com> <10314dk$3thgu$2@fritzs.eternal-september.org> Mime-Version: 1.0 Content-Type: text/plain; charset=UTF-8; format=flowed Content-Transfer-Encoding: 8bit X-Trace: individual.net j9g4S/pufh5c1mo941CUGA4KMohnEGZQZWEnBVtZAa6KzAr5ZB Cancel-Lock: sha1:ged4Nocq32lwW/vYIQUMWZM3qVU= sha256:0SKouejozwoCuWL4Q/kpuksEqGsnskkg0aqsBA0wOKc= User-Agent: Mozilla Thunderbird Content-Language: de-DE In-Reply-To: Xref: csiph.com de.sci.electronics:362441 de.sci.physik:158337 de.talk.tagesgeschehen:1065361 Am Donnerstag000003, 03.07.2025 um 09:05 schrieb Arno Welzel: > Thomas Heger, 2025-06-24 10:47: > >> Am Samstag000021, 21.06.2025 um 11:44 schrieb Erika Ciesla: >>> Am 20.06.25 um 09:47 Uhr Thomas Heger schrieb: >>>> Am Freitag000020, 20.06.2025 um 09:07 schrieb Erika Ciesla: >>> >>> >>>>> Nur von einigen Geologen im frühen 20. Jahrhundert. In der Geologie an >>>>> und für sich wurde diese Hypothese als falsch erkannt und verworfen. >>>> >>>> Die Wissenschaft funktioniert aber nicht demokratisch. >>> >>> Nein, tut sie nicht. Aber sie gründet auf Evidenz. Und Dein Erdwachstum >>> ist nunmal eben nicht evident (er ist nicht nachweisbar (was Du ja auch >>> zugibst)). Überdies ist es mit den bereits bekannten Naturgesetzen >>> unvereinbar. >> >> >> Tatsächlich ist die Plattentektonik nicht mit den Naturgesetzen vereinbar. > > Sie ist allerdings auch beobachtbar. Was man beobachten kann, das ist eine Verbreiterung des Atlantiks und verschiedener anderer Meere. Was man nicht beobachten kann, das ist 'Subduktion'. Tatsächlich nimmt die Größe des Pazifik nämlich zu (und nicht ab), weswegen die bekannteste 'Subduktionszone' vor der Küste von Chile wohl ein normaler unterseeischer Grabenbruch ist (wovon es viele gibt). Es geht also ausschließlich(!!!) um die Frage, ob Subduktion nun funktioniert oder nicht. Ich meinte, dass Subduktion aus einer ganzen Reihe von Gründen nicht funktionieren kann. U.a. sind Krustenplatten viel zu dick und stabil, um sich nach unten verbiegen zu können. Außerdem ist der Untergrund unter den Krustenplatten keineswegs flüssig, sondern fest. Falls sich aber Krustenplatten, wider Erwarten, doch aus bislang unbekannten Gründen entscheiden sollten, sie abwärts zu biegen und unter anderen Kontinenten im Untergrund zu verschwinden, dann würde man gewisse Deformationen an den abtauchende Platten selber als auch an den Platten erwarten, unter die sie abtauchen. Etwa würde man ein Anheben der Platten erwarten, unter welche sich gerade eine Kontinentalplatte schiebt. Sowas wird aber nirgends beobachtet. Statt also die unterfahrene Platte schief zu stellen bleiben alte Krusten bemerkenswert horizontal. Auch würde man quer verlaufende Brüche in den abtauchenden Platten erwarten, denn immerhin bestehen die aus Gestein und das ist sehr viel belastbarer auf Druck als auf Zug. Auch solche Brüche findet man nirgends. Daher ist 'Subduktion' eben nicht beobachtbar. 'Spreading' ist allerdings beobachtbar. Nur unterschieden sich GE und PT in diesem Punkt nicht. TH