Path: csiph.com!fu-berlin.de!uni-berlin.de!individual.net!not-for-mail From: Thomas Heger Newsgroups: de.sci.electronics,de.sci.physik,de.talk.tagesgeschehen Subject: Re: OT: Erdwachstum Date: Sat, 28 Jun 2025 17:40:55 +0200 Lines: 101 Message-ID: References: <10314dk$3thgu$2@fritzs.eternal-september.org> <20250624221425.2835f049@Achmuehle.WOR> <20250626210626.557fe12f@Achmuehle.WOR> Mime-Version: 1.0 Content-Type: text/plain; charset=UTF-8; format=flowed Content-Transfer-Encoding: 8bit X-Trace: individual.net SQbag/8Rt3Ofj7/3kw3zuwbF7gsdlJN5E3F9wd6FwqB3DQzhX4 Cancel-Lock: sha1:5CVWjSKiFzQLinnAiokJnYVgkDk= sha256:87u0SHqpcALy72L4mmexk6D1lgQtXeNi3Eum5i4wRwM= User-Agent: Mozilla Thunderbird Content-Language: de-DE In-Reply-To: <20250626210626.557fe12f@Achmuehle.WOR> Xref: csiph.com de.sci.electronics:362362 de.sci.physik:158268 de.talk.tagesgeschehen:1064888 Am Donnerstag000026, 26.06.2025 um 21:06 schrieb Sieghard Schicktanz: > Hallo Thomas, > > Du schriebst am Thu, 26 Jun 2025 10:14:04 +0200: > >>> Achnee, tolle "Erklärung". Weil Du nix anderes weißt oder wissen willst > ... >>> Beobachtungen als widerlegt. > . > . > . >> 'Growing Earth' (GE) und Plattentektonik (PT) sind tatsächlich recht >> ähnlich, unterscheiden sich aber in einem wichtigen Punkt: > > Naja, so sehr ähnlich sind die nicht grade, da gibt es schon mehrere > erhebliche Unterschiede. > >> GE geht von einer Zunahme der Masse der Erde aus >> PT vermutet einen 'steady state' > > Die von "GE" vermutete "Zunahme der Masse (und damit zusammenhängender > Parameter) der Erde" ist aber halt > zum einen bisher durch keine Beobachtung gedeckt und > zum anderen in allen Inkarantionen dieser Hypothese andern und allgemein > inkonsistent angenommen. > Der _sationäre Zustand_ ("steady state"), von dem die "PT" ausgeht, ist > dagegen sehr gut mit den Beochtungen vereinbar und wird von vielerlei > Messungen und sichtbaren Effekten gestützt. Die Zunahme der Erdmasse durch Erzeugung neuer Materie im Erdinnern aus dem Nichts ist die Voraussetzung dafür, dass 'Growing Earth' funktioniert. Wenn man u.U. GE beweisen kann, dann hätte man damit bewiesen, dass die Erde Materie aus dem Nichts erzeugen kann. Ob einem diese Erkenntnis etwas nützt, also ob man das ggf. auch selber könnte (Materie erzeugen), das wäre eine irrelevante Frage im Zusammenhang mit GE. Fakten wären das, was man aus den geologischen Befunden ableiten kann und nicht, was bislang bekannte Theorien erlauben oder nicht. Die Geologischen Befunde sind dabei äquivalent zum Experiment und die gehen immer vor. Ob damit bekannte Theorie klarkommen oder nicht, das ist nicht wirklich wichtig. Unwichtig ist auch, ob einem sowas persönlich gefällt oder nicht. Auch Überlegungen bezüglich des Nutzens einer Beobachtung sind fehl am Platze, weil es nicht darauf ankommt, ob einem gefällt wie die Natur aufgebaut ist oder nicht. > >> Das sind also zwei sich gegenseitig ausschließende Varianten, welche man >> auch 'Wachstum: JA' bzw 'Wachstum: NEIN' nennen könnte. > > Nur darauf reduziert ist das so. > >> Da nur eine Ja/Nein Entscheidung nötig ist, kann man sich auch darauf >> beschränken und wird finden, dass dritte Wege schlecht vorstellbar sind. > > Das möchte ich allerdings durchaus bestreiten, z.B. steht die > Plattentektonik durchaus nicht mit Deiner Lieblingshypothese "Growing > Earth" im Widerspruch, auch eine "wachsende Erde" könnte bewegliche > tektonische Platten aufweisen, sogar mit allen beobachteten Effekten. > Die Hypothese von der "wachsenden Erde" bedeutet nur eine erhebliche > Erklrungsnot für die gesamte Kosmologie und Astrophysik, da daraus zu > erwartende Effekte in keiner einzigen Beobachtung erkennbar sind. Und da > geht es immerhin um das gesamte aktuelle Weltalter, das etwa das dreifache > des Alters der Erde beträgt. Ich bin übrigens kein Anhänger der sogn. 'Big-bang-Theorie', sondern hätte eine alternative Erklärung für im wesentlichen vergleichbare Beobachtungen. Diese stammt aber nicht von mir, sondern aus dem Buch 'Geometry of Time' von Alexander Franklin Meyer. Danach ist Zeit ein zwingend lokaler Parameter und deswegen kann man nicht vom Alter des Universums sprechen. Die big-bang-Theorie geht nämlich von einer einheitlichen 'universalen' Zeit aus, welche für das ganze Universum gilt. Ich meinte aber, dass die Zeitrichtung immer nur lokal positiv wäre, wobei benachbarte Regionen eine Zeitachse haben könnten, die einen kleinen Winkel zur hiesigen Zeitachse aufweist. Wenn man das weiter denkt, dann wären Regionen denkbar, wo die Zeitachse aus unserer Sicht in die falsche Richtung weist. Das Universum im ganzen kann daher kein Alter in unserem Sinne haben, sondern man muß sich das so vorstellen, als ob sich das Universum in sich selbst hinein krümmen würde, was quasi 'negative Zeitrichtungen' erlaubt. TH