Path: csiph.com!fu-berlin.de!uni-berlin.de!individual.net!not-for-mail From: Thomas Heger Newsgroups: de.sci.electronics,de.sci.physik,de.talk.tagesgeschehen Subject: Re: OT: Erdwachstum Date: Sat, 7 Sep 2024 09:05:38 +0200 Lines: 79 Message-ID: References: <20240125102006.a6c80fdd2b2e3a53c63cc3a2@duebbert.com> <20240904203105.77b1a75c@Achmuehle.WOR> <4gkldj95aj9b2ou8tgfdki1gj008dt64aq@4ax.com> Mime-Version: 1.0 Content-Type: text/plain; charset=UTF-8; format=flowed Content-Transfer-Encoding: 8bit X-Trace: individual.net f1kvw11qc4fZ/UTCYqxBUQ6DGGJbpQ3ELwUkeAGssSqBIyuUfd Cancel-Lock: sha1:d7A5N4kiHxMks5UysfEsGc3yt3A= sha256:qcBvFtkagQQlYZtVdzo8k3+9hFFRHblRluEPw30fLJE= User-Agent: Mozilla Thunderbird Content-Language: de-DE In-Reply-To: Xref: csiph.com de.sci.electronics:355874 de.sci.physik:156449 de.talk.tagesgeschehen:1022931 Am Freitag000006, 06.09.2024 um 15:06 schrieb Heinz Brückner: > am Fri, 6 Sep 2024 13:27:58 +0200 schrieb Thomas Heger : > >> Hawaii ist idT vulkanische Ursprungs. >> >> Das Archipel ist entstanden, indem die Pazifische Platte über einen >> 'hot-spot' hinweggezogen worden ist. > > Woran man dann ja erkennt, erkennen sollte, ... > >> >> Das allein könnte einen schon an der Theorie der 'Förderbänder' a la >> Plattentektonik zweifeln lassen, da sich die Platten ja mit dem >> Erdmantel (worin sich besagter Hot-spot befindet) zusammen bewegt haben >> sollen, mithin keine Inselkette entstehen könnte. > > ... dass sich u.a. dort eben verschiedene Schichten im Untergrund > _gegeneinander_ bewegen. MaW: Tektonik. Bei 'Growing Earth' gibt es auch Plattenbewegungen! Der Grund ist aber bei GE ein anderer als bei Plattentektonik: Die Krustenplatten bestehen aus festem Gestein, welches sphärisch gekrümmt und ziemlich dick ist (etwa 10 bis 30 km). Ein Stück Kruste ist also ein ziemlich großes, gekrümmtes, massives Stück Stein. Dies Stück besitzt eine enorme Stabilität gegen Formänderung, speziell gegen Formänderung nach unten (ähnlich wie eine Eierschale). Der Widerstand gegen Zug ist aber bei Gestein nicht besonders groß, weswegen solche Stücke tentenziell reissen, wenn horizontaler Zug auf sie ausgeübt wird. Durch horizontalen Zug werden dann Teile seitwärts über den eher rutschigen Erdmantel gezogen, während in den Bruchstellen neue Erdkruste entsteht, welche die Lücken wieder füllt. Diese neue Erdkruste ist rel. dünn, dehnbar und liegt tief, also unterhalb der Meere. Da die junge Kruste unterhalb der Meere viel dünner als die unter den Kontinenten ist, dehnt sich eigentlich nur der Meeresboden und die Kontinente brechen tendeziell durch, wenn die Krümmung der Erde beim Wachstum abnimmt, die Kontinente also am Rand in den Untergrund gedrückt wurden. Dann kippt die Platte ein wenig und die Ränder der Krustenstücke, die in den Mantel gedrückt wurden, die tauchen wieder auf und man findet dort dann oft Berge. >> >> Aber natürlich erzeugt das Aufsteigen oder Absinken einer Insel ohnehin >> keinen Ozean. > > Wenn eine Gegend aus "jüngerem" Gestein absinkt - tiefer als der aktuelle > Meeresgrund, dann schwappt da das nächstgelegene Wasser rein und drüber. > Und schon hast du dort einen "jüngeren" Meeresboden ... > Dass das Absinken hier zu einem Hochdrücken woanders führen sollte > (Himalaya, Alpen etc pp), könnte man als logischen Zusammenhang sehen. Die Theorie der Gebirgsentstehung durch Druck ist ohnehin Quatsch, weil die Gebirge garnicht aussehen, als seinen sie durch Druck aufgetürmte Reste von Plattenrändern. Für besagten Druck gibt es außerdem keine hinreichend plausible Erklärung. PT behauptet einfach, dass es 'Konvektionsströme' im oberen Erdmantel gäbe, obwohl der obere Erdmantel fest ist. ... TH