Path: csiph.com!fu-berlin.de!uni-berlin.de!individual.net!not-for-mail From: Thomas Heger Newsgroups: de.sci.electronics,de.sci.physik,de.talk.tagesgeschehen Subject: =?UTF-8?Q?Re=3A_Stan_Mayers_=27water_car=27_f=C3=83=C2=BCr_die_Mass?= =?UTF-8?Q?en_vonToyota_=3F=3F=3F?= Date: Sun, 30 Jun 2024 08:15:00 +0200 Lines: 78 Message-ID: References: <20240619175806.db4090b8f5e412d50bbb8c8f@duebbert.com> <66741DCE.1D30D48E@proton.me> <20240622175323.4b93d0635541692ba4c95b03@duebbert.com> <20240624105753.600e672186eb5b67ca15814d@duebbert.com> Mime-Version: 1.0 Content-Type: text/plain; charset=UTF-8; format=flowed Content-Transfer-Encoding: 8bit X-Trace: individual.net Pz2LZrxrzoaeSu3wLEY7hg7+FI6w2dd0i0pcQhjk47U3DwDMH3 Cancel-Lock: sha1:qE3hiw7hN1nmWo0nYdCdPRDPhb8= sha256:2mWJ1nODcY0ncq7wqELRiHssaoRoMzK7ciCeCW4a1N8= User-Agent: Mozilla Thunderbird Content-Language: de-DE In-Reply-To: Xref: csiph.com de.sci.electronics:354008 de.sci.physik:155867 de.talk.tagesgeschehen:1013449 Am Donnerstag000027, 27.06.2024 um 11:48 schrieb Thomas Prufer: > On Wed, 26 Jun 2024 08:59:50 +0200, Thomas Heger wrote: > >> ch habe mir schon den link angeschaut bzw naürlich die verlinkten >> Seiten, hatte aber gemeint, dass ich die Angaben dort nicht per >> Kopfrechnen nachprüfen kann. >> >> Im übrigen ist das auch sinnlos, da die Kompression ja die Temperatur >> der komprimierten Luft bestimmt. >> >> Diese Temperatur soll schon recht hoch sein, damit die Wassertröpfchen >> auch schlagartig verdunsten. >> >> Aber das ist ja ein ungemein dynamischer Prozess, wo diverse >> Teilprozesse eine Rolle spielen. >> >> So wird wohl die Drehzahl eine Rolle spielen, weil damit die >> Geschwindigkeit des Gasstrom variiert. >> >> Diese Geschwindigkeit wiederum determiniert, wie lange die Tröpfchen mit >> heißem Gas in Berührung kommen. >> >> Sowas kann man aber nicht so ohne weiters prognostizieren. >> >> Aber bei Bedarf würde ich halt die Kompression etwas kleiner wählen. > > Also: Wassertröpfchen werden als Nebel in eine kalte Kammer gesaugt (kalt damit > es als Fügsamkeit vorliegt), dann komprimiert, und, wie beim Diesel, wird die > Erhitzung durch Kompression die Tröpfchen verdampfen, und dieser Dampf treibt > den Expansionszyklus an, damit das Schwungrad, welches den nächsten Zyklus > anschiebt? > > Quasi ein Diesel, der mit Wasser läuft? > Nicht so ganz richtig, aber ungefähr. Ich hatte ja von Otto-Motoren mit Vergaser geschrieben und zwar deshalb, weil man diese u.U. umbauen kann und so alte Autos umrüsten könnte, wenn man einfach nur den Vergaser tauscht und die Steuerzeiten und den Zündzeitpunkt verändert. Jedenfalls wird das Wasser der Luft in Form von Nebel zugefügt. Dies Gemisch wird dann noch mit Benzindämpfen und evtl. HHO-Gas angereichert und in den Kolben geleitet. Jetzt ist das ein wenig 'tricksy', weil man Wassermenge, Tröpfchengröße, Brennstoffmenge, Luftmenge usw. so regulieren muß, dass das Wasser gerade zum Beginn der Expansionsphase (im 3ten Takt) expandiert und nicht vorher. Das ist wohl etwas für einen kleinen Computer, der die Parameter alle Last- und Drehzahlabhängig einstellen muss. Das liegt daran, dass die Verdunstung der Tröpfchen beeinflusst wird von der Strömungsgeschwindigkeit im Ansaugbereich des Vergaser und wie schnell der Gaswechsel im Kolben jeweils erfolgt. Beim Starten würde ich dann u.U. ganz auf Wasser verzichten und den Motor nur mit Bezin betreiben. Wenn der Motor dann läuft und ein wenig angewärmt ist, dann könnte man Wasser zufügen. Dabei sollen die Tropfen gerade so groß sein, dass sie nicht vor OT verdunsten, sondern knapp danach. Aber irgendwie wird sich das machen lassen. Allerdings ist auch denkbar, dass das geschilderte Problem überhaupt nicht auftritt, wenn man die Verdichtung so wählt, dass das Wasser ohne zusätzlichen Brennstoff überhaupt nicht verdunstet. TH