Path: csiph.com!fu-berlin.de!uni-berlin.de!individual.net!not-for-mail From: Thomas Heger Newsgroups: de.sci.electronics,de.sci.physik,de.talk.tagesgeschehen Subject: =?UTF-8?Q?Re=3A_Stan_Mayers_=27water_car=27_f=C3=BCr_die_Massen_von?= =?UTF-8?B?IFRveW90YSA/Pz8=?= Date: Mon, 17 Jun 2024 07:26:42 +0200 Lines: 109 Message-ID: References: <20240616174231.aedac027e0d74a6bf06918cb@duebbert.com> Mime-Version: 1.0 Content-Type: text/plain; charset=UTF-8; format=flowed Content-Transfer-Encoding: 8bit X-Trace: individual.net Kyi+P/va8Vg2QVnBtUG4ZQHs++sB4je5/XaUqxmhD/XESzCkFQ Cancel-Lock: sha1:Y1UT5+XJvD9JbHPYbSWb0QYIgpo= sha256:LgsUD79PeKO9iVW+LzvxaNIkZm4qSnDTrs6bxojE+5I= User-Agent: Mozilla Thunderbird Content-Language: de-DE In-Reply-To: <20240616174231.aedac027e0d74a6bf06918cb@duebbert.com> Xref: csiph.com de.sci.electronics:353453 de.sci.physik:155572 de.talk.tagesgeschehen:1011482 Am Sonntag000016, 16.06.2024 um 17:42 schrieb Falk Dµebbert: > On Fri, 14 Jun 2024 07:31:21 +0200 > Thomas Heger wrote: > >> Das Prinzip von Wassertröpfchen in der vom Motor angesaugten Luft ist >> eigentlich leicht zu verstehen und kein Blödsinn. >> >> Bei den meisten dieser Geräte wird nämlich Wasser als Zusatzstoff >> verwendet und neben konventionellen Treibstoffen wie etwa Benzin >> eingesetzt. >> >> Man vernebelt nun Wasser zu ganz feinen Tröpfchen und fügt den Nebel >> der angesaugten Luft zu. > > Das macht man um die Luft im Zylinderkopf zu kühlen. > >> Dann liegt aber das Wasser noch in der flüssigen Form vor, wenn es in >> den Brennraum gelangt. > > Nein. Dann sind die Tropfen zu fein oder die Düse zu weit hinten. Der Wassernebel soll nicht in den Brennraum eingespritzt werden, sondern vor dem Vergaser der Ansaugluft zugefügt werden. Daher muß der Brennstoff bereits im Vergaser in Gasform überführt und das Gemisch aus Wasser, Brennstoff und Luft vorgewärmt werden. Dann wird diese Mischung im Ansaugtakt eingesogen und im Verdichtungstakt komprimiert. Durch die Kompression steigt die Temperatur so stark, dass die feinen Wassertröpfchen schlagartig verdunsten. Das entstehende Wasser-Gas (vulgo 'Dampf') erhöht den Druck im Brennraum, obwohl die Gemisch-Temperatur durch die Verdunstung sinkt. Eine Kondensation findet aber trotz der Expansion des Gases nicht mehr im Brennraum statt, da hierfür die Verweil-Zeit nicht reicht. Statt dessen kondensiert das Wasser dann im Auspuff oder im Freien. Dadurch steht eine zusätzlich nutzbare Arbeit im Motor zur Verfügung, welche sich aus der zeitlichen Asymmetrie von Verdunstung und Kondensation ergibt. Diese wird dann zur Reduktion des eigentlichen Brennstoffs (z.B. Benzin) verwendet. Dadurch entsteht der Eindruck, als ob Wasser ein Brennstoff wäre. Das stimmt natürlich nicht, da Wasser nicht brennt. >> Da Flüssigkeiten weitgehend inkompressibel sind, wird auch keine >> Arbeit benötigt, um das Wasser in den Brennraum zu bekommen. > > Doch. Die Ansaugleistung ist eine zu erbringende Leistung und jede > Masse im Zustrom muss befördert werden. ??? Arbeit war immer noch Kraft mal Weg. Und da Wasser in flüssiger Form hinreichend inkompressibvel ist, braucht man für das Einbringen von flüssigem Wasser keine spezielle Arbeit aufzuwenden. Bei Gasen ist das etwas anders, weil Gase kompressibel sind. >> Nach dem Totpunkt wird die mittlerweile stark komprimierte Luft durch >> das Brenngas weiter erwärmt und durch die starke Temperatursteigerung >> exlodieren auch die feinen Wassertröpfchen und bilden Wasser in >> Gasform. > > Nope. Mach einfach folgenden Test: Gib einem Sportwagen eine > Nordschleife und dann steigst Du direkt hinter der Auslaufzone aus und > fasst die Ansaugseite vom Motor an. > Vier Wochen später, wenn Du wieder Fingerabdruck hast, kannst Du Dir > überlegen, was bei der Temperatur so passiert und in welchem > Zustand das Wasser sein mag, wenn es im Zylinder ankommt. Rennwagen sind vielleicht nicht der typische Verwendungszweck von Wassermotoren. Eher sind kleine Stadtautos oder stationäre Anlagen geeignete Einsatzmöglichkeiten. >> Dieser Dampf expandiert dann wieder, aber kondensiert nicht, da der >> Arbeitstakt dafür viel zu schnell vorbei ist. > > Nein. doch! >> Das kann man dann noch weiter steigern und zwar, indem man >> Elektrolysegas erzeugt aus Wasser. > > Nein. Das kostet mehr Energie und bringt nur Stickoxide mit sich. > Totaler Quark, den nur PM-Leser glauben. ??? Stickoxide benötigen hohe Temperaturen zur Erzeugung. Der Wassermotor sollte aber eine viel niedrigere Temperatur der Verbrennung aufweisen als z.B. der übliche Otto-Motor. ... TH