Path: csiph.com!fu-berlin.de!uni-berlin.de!individual.net!not-for-mail From: "Michael S." Newsgroups: de.sci.electronics Subject: Re: Bodenmikrofon bauen Date: Mon, 10 Jul 2023 20:47:14 +0200 Lines: 37 Message-ID: References: <1p3ygdptimbyd$.dlg@news.bartheld.net> Reply-To: michael_news@gmx.de Mime-Version: 1.0 Content-Type: text/plain; charset=UTF-8; format=flowed Content-Transfer-Encoding: 8bit X-Trace: individual.net 9h7IN7fAtSdbxiwb9a6HuwOhGE2fbksF4AeJAFtEFde5RcdXKV Cancel-Lock: sha1:nd+7WAV4AEYJBvIAOW9YOQF1Q3c= sha256:MdRRj7NOMpsfAHNg1lllXaqICkosOBIYverM+wgjZf8= User-Agent: Mozilla/5.0 (Windows NT 10.0; Win64; x64; rv:102.0) Gecko/20100101 Thunderbird/102.13.0 In-Reply-To: Xref: csiph.com de.sci.electronics:340171 Am 10.07.2023 um 17:45 schrieb Marte Schwarz: > >> Wollte man die reine Dickenschwingung nutzen, müsste man die Scheibe >> zwischen zwei Metallplatten kleben und vermutlich mit deutlich >> größerer seismischer Masse arbeiten, um ähnliche Amplituden zu erreichen. > > Im Umkehrschluß ist die Frage: Willst Du das auch? > Das gilt dann, wenn Du in ein weiches Medium, wie Luft einkoppeln > willst. Dein Körperschall kommt aber mit sehr wenig Amplitude und > seitens der akustischen Impedanz sehr hart daher. Du willst also auch > hart ankoppeln, mit wenig Amplitude aber viel Kraft. Da ist der > Dickenschwinger aber klar im Vorteil. Der Hebel wirkt als > Körperschallaufnehmer gegen Dich, nicht für Dich. Den hat amn hier > eingebaut, weil das Ziel hier die akustische Ankopplung an die weiche > Luft im Ziel stand, also mit wenig Kraft, viel Weg zu machen. Genau diese Gedanken sind mir auf meiner abendlichen MTB-Runde auch durch den Kopf gegangen. Stichwort Impedanzanpassung. Hier fehlt mir völlig das Bauchgefühl. In der Praxis liegt der Schallaufnehmer nur an wenigen Punkten auf dem rauhen Asphalt auf, meist wohl nur an 3 Punkten. Durch die dort hohe Flächenpressung ist die Anbindung dann doch wieder deutlich weicher, als wenn der Schallaufnehmer flächig auf hartem Beton aufliegen würde. Aber jetzt wirds hochspekulativ. Einig sind wir uns in dem Punkt, dass der "Dickenschwinger-Effekt" bei gleicher Schallamplitude ein vielfaches an Signal erzeugt als der "Biegeschwinger-Effekt". Die Frage ist nur, ob eine so harte und massive Anbindung die Amplitude nicht massiv wegdämpft (Fehlanpassung). Irgendwo dazwischen wird das Optimum liegen. Michael