Path: csiph.com!fu-berlin.de!uni-berlin.de!individual.net!not-for-mail From: Jan Bruns Newsgroups: de.sci.electronics Subject: Re: Der =?iso-8859-1?Q?W=E4rmepumpen-Wahnsinn?= Date: 14 May 2023 18:48:23 GMT Lines: 60 Message-ID: References: <3m3iij-807.ln1@nntp.haselbeck-net.de> <6460A508.7F2B490C@Berger-Odenthal.De> <646116FE.C363F04F@Berger-Odenthal.De> Mime-Version: 1.0 Content-Type: text/plain; charset=UTF-8 Content-Transfer-Encoding: 8bit X-Trace: individual.net ptFArgumUrm1C2YUZZz2GQDjeGjMNgQG61EROD4p1VLWg5wuiY Cancel-Lock: sha1:rNIuagY/2nMrb17on9a1pCfniPQ= User-Agent: Pan/0.145 (Duplicitous mercenary valetism; d7e168a git.gnome.org/pan2) Xref: csiph.com de.sci.electronics:336491 Am Sun, 14 May 2023 19:14:38 +0200 schrieb Axel Berger: > Jan Bruns wrote: >> was man konkret verkehrt machen kann. > Die Dichte der Heizschlangen in den einzelnen Räumen falsch auslegen, so > daß einige zu warm und andere zu kalt werden. Das passiert, wie oben > ausgeführt schon dann, wenn die tatsächliche Solltemperatur eines Raumes > in der späteren Nutzung eine andere ist, als die der ursprünglichen > Planung. Lässt sich das Problem nicht schon durch eine ausreichend niedrige Vorlauftemp erschlagen? Wärmer als die werden die Heizschlangen im Winter ja wohl nicht. >> Und spricht irgendwas dagegen, ausgehend von einer als halbwegs >> konstant niedrig angenommenen Wärmequelle den Volumenstrom so zu >> regeln, daß die Rücklauftemp einen Zielwert hat? > Das wird aus verschiedenen Gründen nie gemacht. Die Regelung taktet an > und aus mit Zyklenzeiten der Größenordnung Stunden. Ah. Und was sind das für Gründe? Für mich klingt das einfach, billig, und intuitiv nachvollziehbar. Insofern sollt's mich wundern, wenn das nirgends gemacht würde. Sobald der Boden bedingt durch niedrige Raumlufttemp mehr Leistung loswird, wird bei einem zuvor gegebenen Volumenstrom der Rücklauf eine (etwas) niedrigere Temp haben, der Volumenstrom (und quasi-proportional dazu die zugeführte Heizleistung) also hochgeregelt werden. Die veränderte Leistungszufuhr mag zu veränderten Temp-Gradienten am Boden führen, so daß ein solcher Aufbau vllt. nicht gänzlich Schwingungsfrei sein wird. Verlegt ein Nutzer etwas Teppich oder stellt neue Möbel, wird der Boden bei gleicher Bodentemp weniger Heizleistung los, so daß der Boden insgesamt wärmer werden muss, um weiterhin die gleiche Heizleistung zu bieten. Also wird der Nutzer eine grössere Rücklauftemp wählen, was natürlich das Regelprinzip ("der Raum wird nicht wärmer werden, als die eingestellte Rücklauftemp") etwas in die Irre leitet. Aber meine Vorstellung ist halt, daß das allzuviele Gräder nicht sein werden. Wenn es sich dann auch um real genutzte Räume, und nicht um alle paar Wochen mal aufgesuchte Abstellkammern handelt... Gruss Jan Bruns