Path: csiph.com!fu-berlin.de!uni-berlin.de!individual.net!not-for-mail From: Thomas Heger Newsgroups: de.sci.electronics,de.sci.physik,de.talk.tagesgeschehen Subject: Re: Der =?UTF-8?B?V8Okcm1lcHVtcGVuLVdhaG5zaW5u?= Date: Thu, 11 May 2023 07:53:56 +0200 Lines: 54 Message-ID: References: Mime-Version: 1.0 Content-Type: text/plain; charset=utf-8; format=flowed Content-Transfer-Encoding: 8bit X-Trace: individual.net 5BmZHBGrT0u9XHwwvn+KmQCdd7eVSZddQJCDsexVOtfHPdbGVG Cancel-Lock: sha1:CR0Iu3sTpjFUGiV6JsFfZXMOhV8= User-Agent: Mozilla/5.0 (Windows NT 6.0; WOW64; rv:31.0) Gecko/20100101 Thunderbird/31.4.0 In-Reply-To: Xref: csiph.com de.sci.electronics:336229 de.sci.physik:147209 de.talk.tagesgeschehen:861200 Am 09.05.2023 um 09:49 schrieb Marte Schwarz: > Hallo Thomas, > >> Der Wirkungsgrad von Wärmepumpen, die Wasser auf z.B. 60°C erwärmen >> müssen indem sie Luft auf z.B. -50°C abkühlen, der dürfte ziemlich >> niedrig ligen und wohl tatsächlich kaum mehr als der von einem >> Heizdraht sein. > > Du kannst mit Deinen Extremstabschätzungen noch so prahlen ... Es gibt > Gegenden in dieser Welt, die machen das jetzt schon vor, dass es geht. > Die haben Dich einfach nicht vorab gefragt. Ein m³ Luft hat ungefähr die gleiche Masse wie 1 l Wasser. Wenn man die spezifische Wärme von Wasser mit 4,2 mal der von Luft annimmt, dann braucht man für die Erwärmung von 1l Wasser um 50°C offensichtlich (mindestens) 4,2 m³ Luft, welche man um 50°C abkühlen kann. Wenn die Luft nun schon -10°C kalt ist, dann muß die hinterher -60°C kalt sein. Beim Wasser hat man vorher 10°C und hinterher 60°C. Die Temperaturdifferenz, welche die Wärmepumpe erzeugen muß ist also 120 °C. Dabei sind aber noch Verluste im Wärmetauscher nicht berücksichtigt, für welche ich mal 20° C annehme, um welche Temperaturdifferenz sich die Medien innen und außen unterscheiden müssen, damit da noch Wärme hindurch fließt. Hiervon bräuchten wir zwei solche Temperaturdifferenzen, da zwei mal Wärme getauscht werden muß (von Luft zu Kältemittel und von Kältemittel zu Wasser). Dann kämmen wir auf eine gesamte Temperaturdifferenz von 160°C, mit welcher die Wärmepumpe Wärme pumpen muß. Dabei muß pro l warmes Wasser 4,2 m² Luft durch die Wärmetauscher gepustet werden, wobei die Leistung der Lüfter leider nicht zur Erwärmung des Wassers beitragen kann. Nun ist das ähnlich wie bei einer Wasserpumpe und die Temperaturdifferenz verhält sich so ähnlich wie ein Höhenunterschied, während die Wärmemenge ungefähr der Wassermenge entspricht. Dabei sollte sofort einleuchten, dass mit der Temperaturdifferenz der energetische Wirkungsgrad sinkt. Und in diesem Beispiel wird er extrem schlecht sein. ... TH