Path: csiph.com!fu-berlin.de!uni-berlin.de!individual.net!not-for-mail From: Thomas Heger Newsgroups: de.sci.electronics,de.sci.physik,de.talk.tagesgeschehen Subject: Re: Der =?UTF-8?B?V8Okcm1lcHVtcGVuLVdhaG5zaW5u?= Date: Tue, 09 May 2023 09:17:33 +0200 Lines: 52 Message-ID: References: Mime-Version: 1.0 Content-Type: text/plain; charset=utf-8; format=flowed Content-Transfer-Encoding: 8bit X-Trace: individual.net lPVRz01yMyf30rgmNfPQaAL1vaQSGxKFofHymRiGguTw3GNIvC Cancel-Lock: sha1:I+ZXkJtr0p1sUGg3sxfkjh83Hz0= User-Agent: Mozilla/5.0 (Windows NT 6.0; WOW64; rv:31.0) Gecko/20100101 Thunderbird/31.4.0 In-Reply-To: Xref: csiph.com de.sci.electronics:336051 de.sci.physik:147143 de.talk.tagesgeschehen:860705 Am 08.05.2023 um 13:49 schrieb Christoph Müller: >>> Wenn wir nun eine elektrische Leistung der angeschlossenen Geräte >>> im Bereich 30 kW pro Wohnung haben, >> >> Davon wird man weit entfernt sein. > > Was man eben drunter verstehen will. Gerechnet und dimensioniert wird ja > für die kältesten Tage der letzten Jahre. Die Konsequenz daraus wird > natürlich sein, dass sich die Heizung die meisten Zeit nur langweilt. > Aber wenn's dann mal wirklich wieder mal so kalt wird, DANN ist in der > Tat die volle Leistung zu übertragen. Das wird auch für Habecks > Vorstellung von Wärmepumpen so sein, weil diese zu solchen Extremzeiten > grade mal so gut wie ein Heizwiderstand arbeiten. Bei solchen > Temperaturen ist nix mehr mit Arbeitszahlen > 3 oder gar > 4. Da braucht > man dann wirklich die beschriebenen armdicken Leitungen und vor allem > auch die dafür nötigen Stromerzeuger. Das wäre über den Daumen gepeilt > etwas das 10-Fache der derzeit installierten Kraftwerksleistung. Der Wirkungsgrad von Wärmepumpen, die Wasser auf z.B. 60°C erwärmen müssen indem sie Luft auf z.B. -50°C abkühlen, der dürfte ziemlich niedrig ligen und wohl tatsächlich kaum mehr als der von einem Heizdraht sein. Dann kann aber auch gleich einen Durchlauferhitzer verwenden. Im Sommer wäre der Wirkungsgrad zwar wieder höher, allerdings braucht man bei höherer Temperatur ohnehin weniger Wärme. Wahrscheinlich wäre daher eine Brauchwassererwärmung per Wärmepumpe insgesamt unwirtschaftlich, wenn man sie übers Jahr vergleicht mit der Warmwassererzeugung per Durchlauferhitzer. Den Strom-Bedarf des Durchlauferhitzers muß man dann aber immer berücksichtigen und zwar zusätzlich zum Bedarf für die Heizung. Außerdem meinte ich, dass in so einem Szenarium auch elektrisches Kochen nötig wäre, weswegen der Strombedarf weiter steigt. Außerdem gibt es natürlich noch andere Verbraucher, die auch gerne etwas Strom hätten. Das addiert sich dann zu satten z.B. 45kW für eine Zwei-Zimmer-Wohnung. Und diese Leistung sollte garantiert bereitstehen für jede Wohnung, auch wenn es draußen so richtig kalt ist. TH ...