Path: csiph.com!fu-berlin.de!uni-berlin.de!individual.net!not-for-mail From: Eric Bruecklmeier Newsgroups: de.sci.electronics Subject: =?UTF-8?Q?Re=3a_Studie_zu_Studienanf=c3=a4ngern?= Date: Tue, 3 May 2022 15:57:43 +0200 Lines: 64 Message-ID: References: Mime-Version: 1.0 Content-Type: text/plain; charset=UTF-8; format=flowed Content-Transfer-Encoding: 8bit X-Trace: individual.net StyCTDX9/BS8HHdb0TcxtQHhVh0AxVBc0gD4H299wcbnqD4W3B Cancel-Lock: sha1:16NKV28ZrR0azgIg85FbL0u/Uzc= User-Agent: Mozilla/5.0 (Windows NT 10.0; Win64; x64; rv:91.0) Gecko/20100101 Thunderbird/91.8.1 Content-Language: de-DE In-Reply-To: Xref: csiph.com de.sci.electronics:320733 Am 03.05.2022 um 14:42 schrieb Rupert Haselbeck: > Eric Bruecklmeier schrieb: >> Hanno Foest: >>> Eric Bruecklmeier: >>>>> Mag sein, daß es jetzt wirklich knapp wird. Aber das muß jetzt erst >>>>> mal jemand glauben. >>>> >>>> Sie sind schon lange knapp, was aber nicht heißt, daß dafür jeder >>>> Betrag bezahlt werden kann - das ist der Trugschluß... >>> >>> Beim Benzin subventioniert man in so einem Fall. >> >> Und durch welche Art von Subvention soll die Anzahl der Ingenieure >> denn erhöht werden? >> >> Im Umkehrschluß: >> >> Wenn die Behauptung >> >> "Wir haben nicht zu wenig Ingenieure, denn sonst würde besser bezahlt >> werden." >> >> wahr wäre, gilt dann auch: >> >> "Wir können auch nicht zu wenig Pflegekräfte haben, denn dort wird >> extrem bescheiden bezahlt."? > > Ob die Frage, knapp oder nicht und wenn ja, was genau, zutreffend > beantwortet wird, spielt erstmal keine Rolle, solange allzuviele Leute > es nicht schaffen, den Blick über den eigenen Tellerrand zu erheben und > sich lieber in Nabelschau ergehen, um die eigene Unentbehrlichkeit > gegenüber allen anderen herauszustellen. Wenn man so lesen darf, die > Führungskräfte seien alle unfähig, BWLer ohnehin samt und sonders > überflüssige Volltrottel, so spricht das stark für eine jedenfalls in > dieser Beziehung wenig ausgeprägte Beurteilungskompetenz mancher Leute. > Das klingt nicht anders als die Aussage eines Bandarbeiters in einem > Automobilwerk, welcher mal der Meinung war, "all die vielen Weißkittel > und die Grünbemäntelten", welche tatenlos im Werk herumliefen und nur > über die Leistungen der Arbeiter am Band nörgelten, kosteten nur > überflüssig Geld und schmälerten unnötig die Löhne der produktiven > Mannschaft, weil doch keiner der "Weißkittel" ein Auto baue. > Das ist zwar alles durchaus verständlich und zutiefst menschlich, weil > wohl jeder, der eine etwas mehr, der andere etwas weniger, dazu neigt, > sich selbst in den Mittelpunkt zu stellen und am besten auf ein Podest > zu klettern, aber es wird der Realität nunmal in keiner Weise gerecht > und hilft vor allem auch niemandem irgendwie weiter. > Wer dann noch gelegentlich erlebt hat, wie austauschbar all die vielen > Unentbehrlichen sind, ein kleiner Herzinfarkt oder ein Autounfall genügt > ja nicht selten, um eine Stelle neu besetzen zu müssen, der lernt > dadurch auch ein bischen Demut und schafft es im besten Fall, seine > eigene Bedeutung in der Welt ein wenig realistischer zu sehen. > Und wer gar alle Probleme allein aufs Geld reduziert sehen will, der > muss halt auch daran denken, dass niemand die Gehälter anheben kann, > wenn es nicht möglich ist, die dadurch entstehenden (Mehr-)Kosten vom > Kunden wieder zu bekommen, sei es durch höhere Preise des Produkts, sei > es durch Steigerung der Produktivität. > Bessere Ideen werden seit Jahrzehnten gesucht, sind aber offenbar eher > selten aufzutreiben > Tja, das brauchst Du mir nicht zu erzählen. Es ist ja auch verdächtig, daß der Mangel an Fachkräften genau von jenen am stärksten angezweifelt wird, die seit Jahren (aus völlig anderen Gründen) keine Stelle bekommen. Menschlich verständlich, aber das macht es nicht richtiger...