Path: csiph.com!news.swapon.de!fu-berlin.de!uni-berlin.de!individual.net!not-for-mail From: "Michael S." Newsgroups: de.sci.electronics Subject: =?UTF-8?Q?Re:_Flugfunk_entst=c3=b6ren?= Date: Thu, 12 Apr 2018 20:52:37 +0200 Lines: 90 Message-ID: References: Reply-To: michael_news@gmx.de Mime-Version: 1.0 Content-Type: text/plain; charset=utf-8; format=flowed Content-Transfer-Encoding: 8bit X-Trace: individual.net q0719TfhVVzutPfK9FDYaQ4CFSZ0Gheb4wusYuuyXei4ygAqxa Cancel-Lock: sha1:Q12n8MMQvrKkS6Rjhy6jFmbJjPg= User-Agent: Mozilla/5.0 (Windows NT 10.0; WOW64; rv:52.0) Gecko/20100101 Thunderbird/52.7.0 In-Reply-To: Xref: csiph.com de.sci.electronics:242827 Am 12.04.2018 um 13:36 schrieb Gerhard Hoffmann: > Am 12.04.2018 um 10:33 schrieb Michael S.: >> Am 12.04.2018 um 09:18 schrieb Bernd Laengerich: >> >>> Vermutlich egal, weil es beim Anflug nicht so sehr auf die Reichweite >>> ankommt, bei den dann relevanten Entfernungen reicht wohl auch ein >>> Detektorempfänger aus. >> >> Ist halt doof, wenn die Antennenkeulen des auf dem Rumpf montierten >> Lamnda/4-Strahlers im Wesentlichen Richtung Welltall zeigen. > > Genau das ist grundfalsch. Eine Groundplane strahlt überhaupt nix > in Richtung des Strahlers. Das habe ich nicht behauptet. Die strahlt ungefähr so: https://vk6ysf.com/20m_portable_ground_plane_image02.png Das ist Richtung Weltraum. > Sie strahlt im Gegenteil sehr flach, also > so, wie man's will. Sie strahlt flach nach oben. Im Flugzeug ist da eigentlich immer Weltraum. In obigem Diagramm geht nichts nach unten, in der Realität offenbar aber doch ein wenig. Ich denke, dass das tatsächliche Strahlungsdiagramm nach unten ziemlich viele Minimas aufweist. Und die verlinkte nach hinten geneigte und abgeknickte Antenne macht für mich aus dem Bauch raus erst recht den Eindruck, dass sie nach vorne eher nach oben abstrahlen will, also in erster Näherung 90° zur Antennenachse. Unter dem Rumpf montiert wäre das super, aber oben drauf? https://flugplatz-bad-bibra.de/shop_neu/product_info.php?language=de&info=p142_ci-122-von-comant--flugfunk-antenne-45---abgewinkelt.html Auch dort steht, dass sie auf der Unterseite des Rumpfs montiert wird. > Eigentlich ist das prüfungsrelevantes Amateurfunk- > Grundwissen. Würde ich auch sagen > Zusammen mit ihrer Spiegelung an der Erdebene ist sie > eben ein senkrechter Dipol, und der Fußpunktwiderstand folgerichtig > 30 Ohm, wenn der Dipol 60 Ohm hat. Sie ist aber strahlungstechnisch kein Dipol, der sein Maximum am Horizont hätte und auch flach nach unten strahlen würde. > >> Eine im Leitwerk montierte Sperrtopfanenne kann man so rum montieren, >> dass die Keulen nach unten zeigen. Angenommen, beide Antennen werden >> durch die Zündung identisch mit gleichem Pegel gestört, bringt die >> Sperrtopfantenne doch einen deutlichen Gewinn, weil Sie die >> Bodenstation 10dB besser reinbekommt und diese dadurch weiter über dem >> Störpegel liegt. > > Ein Sperrtopf ist auch nur ein senkrechter Dipol mit etwas Zubehör für > die Impedanztransformation, damit man ihn am Ende speisen kann. Da ist > keinerlei Magie dran. Ja, und der strahlt auch schräg nach unten, was eine oben montierte Groundplane kaum tut. > Auch strahlt ein fehlangepasstes Koaxkabel erst mal garnix ab. Die > Fehlanpassung ist lediglich ein Indiz, dass sonst was nicht stimmt. Ich kanns zwar nicht belegen, bin aber sicher, dass das Kabel zumindest bei ungünstigen Kabellängen sehr wohl strahlt. Der hier behauptet, dass ein schlecht angepasster Dipol sehr wohl über das Antennenkabel abstrahlt (und dann natürlich auch empfängt). http://dc7hs.blogspot.de/2011/11/dipol-und-koaxialkabel.html > Wenn ich beim Netzwerkanalysator das DUT von den Messkabeln abschraube, > dann habe ich maximal mögliches SWR auf den Messkabeln. S11 und S22 > verkrümeln sich auf den Rand des Smith-Diagramms. Trotzdem dümpelt > die Transmission zwischen den beiden Ports irgendwo im Rauschen bei > -120 dB. Wenn die Portkabel wegen ihres schlimmen SWRs strahlen > würden, dann wäre genau das nicht der Fall. Kann ich nicht widerlegen aber vielleicht gibts noch andere Fälle als nur komplett hochohmig abgeschlossen und dann auch noch bei ungünstigen Kabellängen ... > Leihe dir einen Rothammel in deinem Amateurfunk-Umfeld aus. Könnte sein, dass hier im Haus sogar noch einer irgendwo rumliegt. Michael