Path: csiph.com!fu-berlin.de!uni-berlin.de!individual.net!not-for-mail From: Stefan Wiens Newsgroups: de.sci.electronics Subject: Re: 230V-Geraet ohne Geraetesicherung Date: Thu, 26 Feb 2026 12:04:03 +0100 Organization: none Lines: 41 Message-ID: <87ldgfojzo.fsf@s-bot.de> References: <1rqtybi.1hch1881elsuz8N%R.Kiefer.SPAEM@gmx.de> <10ncfp2$1aq0e$1@dont-email.me> <10njteh$nbdc$1@solani.org> <3599a9b05c.assel@nuconverter.de> <87zf4xnie6.fsf@s-bot.de> <10nn4q7$ph6q$2@solani.org> <10np33t$1bc7i$1@gwaiyur.mb-net.net> Mime-Version: 1.0 Content-Type: text/plain; charset=iso-8859-1 Content-Transfer-Encoding: 8bit X-Trace: individual.net 5ZY+NO43MU5aE8eB+e72NQQwQeK1gnuVNsBIGqvdOdbD/9Jlg= Cancel-Lock: sha1:9m4toOXs1YiJQaaOrHhmT4ymXNM= sha1:vJ6sQMXCMk5kGSKs6dTL51iKJvM= sha256:OwE9YoOFn6G16GrZwTbGcvAskdw8Nj63fTIV1/qDxBQ= User-Agent: Gnus/5.13 (Gnus v5.13) Emacs/28.2 (gnu/linux) Xref: csiph.com de.sci.electronics:366486 Marte Schwarz writes: >>>> Hättest ja einen "Abbrennversuch" sonst leicht testweise vornehmen > >> Ein vergangener Versuch mit einem 10 Ohm/11W Zement an 3kV >> Gleichspannung endete in einer Splitterwolke aus glühenden >> Fragmenten. > > Ich hatte tatsächlich auch solche Zement-Alu-Leistungswiderstände im > Bereich zweistelliger Ohm im Einsatz an Entladungen an 3 kV (und > mehr). Allerdings eben Kondensatorentladungen mit 50 bis 100 µF also > ca. 500 J. > Eine Betrachtung dieser Energiemenge zeigt aber, wie wenig Wärme dem > entspricht. Wenn die erwärmte Zementmenge mit 10 g angenommen würde, > gibt sich eine Erwärmung gerade mal 60 K. Da das allerdings in meinem > Fall in wenigen ms passiert, darf man eher damit rechnen, dass sich ad > nur der verwendete Draht nennenswert erhitzen dürfte. Also mal kurz > gerechnet: Ein 1 g Eisendraht als Widerstand würde eine > Temperaturerhöhung von 1100 K nach sich ziehen. Eisen würde dabei noch > nicht schmelzen. Eine Splitterwolke von glühenden Fragmenten bräuchte > also deutliche eine Ecke mehr Energie dahinter. Bei solchen Stoßbelastungen ist die Kontaktierung des Widerstandsleiters wichtig, damit es nicht zu lokalen Überhöhungen der Stromdichte kommt. Die "Zementwiderstände" sind meist nur über Presshülsen kontaktiert, ungünstig. Die Aluwiderstände sind oft geschweißt. Aber bei Überlast können die Enden herausschießen und obendrein kann der Lichtbogen zum Gehäuse durchschlagen und die abgesprengten Enden, falls nicht kurz angebunden, woanders Schaden anrichten. >> Erfolgreich gelöst hatte ichs dann mit einer vorgeschalteten Feinsicherung. > > Die sich bei 3 kV hell leuchtend schlapp lacht, wenn der Draht in sich > zusammenschnurpselt ;-) 5x20 gibt es auch mit Keramikrohr ... -- Stefan