Path: csiph.com!1.us.feeder.erje.net!2.eu.feeder.erje.net!feeder.erje.net!newsreader4.netcologne.de!news.netcologne.de!.POSTED.2a0a-a547-bd5d-0-67a4-711a-8cf1-c77d.ipv6dyn.netcologne.de!not-for-mail From: Patrick Roemer Newsgroups: de.comp.lang.java Subject: Re: Cross-Plattform App Date: Tue, 13 Dec 2022 17:28:01 +0100 Organization: news.netcologne.de Distribution: world Message-ID: References: <0001HW.291907550002311930A32638F@nntp.aioe.org> MIME-Version: 1.0 Content-Type: text/plain; charset=UTF-8; format=flowed Content-Transfer-Encoding: 8bit Injection-Date: Tue, 13 Dec 2022 16:28:01 -0000 (UTC) Injection-Info: newsreader4.netcologne.de; posting-host="2a0a-a547-bd5d-0-67a4-711a-8cf1-c77d.ipv6dyn.netcologne.de:2a0a:a547:bd5d:0:67a4:711a:8cf1:c77d"; logging-data="926691"; mail-complaints-to="abuse@netcologne.de" User-Agent: Mozilla/5.0 (X11; U; Linux i686; en-US; rv:1.8.1.24) Gecko/20100411 Thunderbird/2.0.0.24 Mnenhy/0.7.6.0 Content-Language: en-US In-Reply-To: Xref: csiph.com de.comp.lang.java:13431 Responding to Stefan Ram: > Patrick Roemer writes: >>Man kann ja Prinzipien reiten, wie man lustig ist, aber es ist einfach >>so, dass man Ottilie Normalbenutzer keine Desktop-GUI-App aufdrücken >>kann, die eine vorherige separate JRE-Installation erfordert. U.a. >>deswegen gibt es kaum JVM-basierte Desktop-Apps für Nicht-Programmierer, >>und die wenigen, die eine gewisse Nischenverbreitung gefunden haben, >>kommen mit einem JRE im Installer. > > Noch vor wenigen Jahren habe ich hier gehört: "Java auf dem Desktop > ist vorbei.". Dann gab es das Hin- und Her, wo "JavaFX" erst in das > Standard-Java aufgenommen und dann wieder entfernt wurde (nachdem > JavaFX erst eine eigene Skriptsprache war und dann wieder nicht mehr), > ohne klares Bekenntnis zu Swing oder JavaFX, so daß WIMRE selbst > Karsten etwas ratlos wirkte. Dies alles hat bei mir den Eindruck > hinterlassen, daß Java zu einer unzuverlässigen Plattform geworden > ist. Das ist ein verwandtes, aber anderes trauriges Thema. > Ich habe noch nie Berichte darüber gelesen, daß die neue > Installationart Java irgendwie populärer gemacht hat. Die These war: Wenn man überhaupt eine JVM-GUI-App für Endbenutzer anbieten will, muss die mit einem Installer kommen, der alles (inkl. JRE-Installation, so benötigt) auf einen Rutsch erledigt. Die wenigen Apps dieser Kategorie, die es überhaupt gibt, tun das schon seit jeher - basierend auf Installer-Frameworks von Drittanbietern oder mit selbstgebastelten Script-Verhauen. jpackage soll die Erzeugung von Installern auf der Entwicklerseite vereinheitlichen und vereinfachen, bleibt diesbezüglich aber hinter den Erwartungen zurück. Es geht also nur um ein Teilproblem der gesamten JVM/Endbenutzer/GUI-Misere, die Lösung soll lediglich dem Entwickler das Leben erleichtern (dem Endbenutzer ist piepe, wie der Installer gebaut wird), und so richtig gut lösen tut die Lösung auch nicht. Da wäre es doch mehr als erstaunlich, wenn das plötzlich ein goldenes Java-Zeitalter einläuten würde...