Path: csiph.com!aioe.org!.POSTED.HROaL9YaZ6ZgI1SPS/me0A.user.gioia.aioe.org!not-for-mail From: Joerg Niggemeyer Newsgroups: de.comp.lang.forth,de.sci.electronics Subject: Re: Anwendungen / LED Rth Messung Date: Fri, 03 Jan 2020 15:47:10 +0200 Organization: Nucon GbR Lines: 69 Message-ID: <16b5902c58.assel@nuconverter.de> References: NNTP-Posting-Host: HROaL9YaZ6ZgI1SPS/me0A.user.gioia.aioe.org Mime-Version: 1.0 Content-Type: text/plain; charset=iso-8859-1 Content-Transfer-Encoding: 8bit X-Complaints-To: abuse@aioe.org User-Agent: Messenger-Pro/8.01 (MsgServe/8.01) (RISC-OS/5.24) NewsHound/v1.52-32 X-Editor: EmailEdit 2.03 X-Notice: Filtered by postfilter v. 0.9.2 Xref: csiph.com de.comp.lang.forth:590 de.sci.electronics:272294 In message Rafael Deliano wrote: >> Misst Du die Chiptemperatur über >> die Vorwärtsspannung oder über das Delta der Vorwärtsspannungen bei >> unterschiedlichen Flussströmen? > Gemessen wird zwei mal bei gleichem, niedrigem Strom. > Dazwischen liegt der Puls mit hohem Strom, der soll > aber nur aufheizen. > Angenehmer Vorteil, wie ja auch geschrieben: die > Bahnwiderstände der Zuleitung und des Leitklebers > sind damit kein Problem. Das Umschalten von zwei Stromquellen zur Messung von Tj bei niedrigem Referenzstrom haben verschiedene als Gegenstand laufender Pats (z.B. Philips), wobei hier eine PWM zur Regelung der Leistung (und Wärme) verwendet wird. Mein Verfahren nutzt deswegen einfach den Refstrom aus einem Kondensator, der über die LED entladen wird, wenn der Treiberstrom abgeschaltet wird. Bei TJ Verfahren sollte man darauf achten, dass Du den Halbleiter nicht schrottest/alterst. Dann danach ist der K-Faktor nämlich nicht unbedingt mehr der Gleiche, oder aber der chip weist ein Loechlein auf. Also tunlichst unterhalb der TJ von 150°C bleiben, sowie nie den max Strom dabei überschreiten. Üblicherweise hat man ein Delta T von Junction zum Kühlkörper von ca. 15-30° zu erwarten, wenn man eine HP LED bei Nennlast fährt. Die automotive Leutchen meinen deswegen auch eine T ambient von 120°C ihren LEDs noch zumuten zu können, was ich als etwas zu hoch ansehe. Habe ich das jetzt korrekt gelesen, dass Du ein Delta T von TJ zu ambient anstrebst und das Delta T direkt aus einem einzelnen Powerpuls heraus erzeugst ? Du schreibst, dass eine Zieltemperatur erreicht werden soll, warum und wie hoch soll die sein und wie kann ich dann sicher sein, dass mir dadurch nicht dabei der Halbleiter verreckt, wenn ich diese erreichen will? Ich gebe ein Delta W rein und erwarte bei einem spontanem D Tj, dass das D TJ unterhalb eines bestimmten Wertes bleibt, um einen guten thermischen Kontakt aufzuzeigen. Das Ziel ist also cool zu bleiben. Um die Qualität einer thermischen Anbindung einer unbekannten LED bewerten zu können, muss man jede LED dabei individuell kalibrieren (kann ich automatisch per SW), bzw. das Prüfen, sowie eine Messauflösung dabei so um die 0.1°C erreichen. Du kannst dann z.B. messen ob ein Stück Papier vor die LED gehalten wird, die den Luftstrom/direkte Abstrahlung mindert, was dann so ein paar Grad bewirkt. Bzw. direkt messen ob der Anpressdruck auf das TIM reicht usw. -- mit freundlichen Gruessen/ best regards Joerg Niggemeyer Dipl.Physiker WEB: http://www.nucon.de https://www.led-temperature-protection.com Nucon GbR Steinbecker Muehlenweg 95, 21244 Buchholz idN, Germany UST-IDNR.: DE 231373311, phone: +49 4181 290913, fax: +49 4181 350504 WEEE-Reg.-Nr.:DE 31372201