Path: csiph.com!fu-berlin.de!stardust.hactar.de!.POSTED!not-for-mail From: "Andreas M. Kirchwitz" Newsgroups: de.comm.software.mozilla.browser Subject: Re: Das war es dann, zumindest =?UTF-8?Q?f=C3=BCr?= mich... Date: Thu, 10 Jun 2021 22:33:32 -0000 (UTC) Organization: 20 minutes into the future Message-ID: References: <87o8cf836d.fsf@usenet.ankman.de> <87im2m6m4c.fsf@usenet.ankman.de> <87y2bh5rfh.fsf@usenet.ankman.de> Mime-Version: 1.0 Content-Type: text/plain; charset=UTF-8 Content-Transfer-Encoding: 8bit User-Agent: slrn/pre1.0.4-5 (Linux) Xref: csiph.com de.comm.software.mozilla.browser:62795 Andreas Kohlbach wrote: >> https://gs.statcounter.com/ > > Davon gehe ich auch aus. Chrome hat gewonnen, und kein anderer Browser > wird dagegen anstinken können. Naja, ich halte nicht viel von solchen Statistiken, denn was sind das für Sites, die sowas zählen? Welches Publikum locken die an? Edge ist aus dem Firmenumfeld nicht wegzudenken, es ist dort nun mal der vorinstallierte Standardbrowser so wie früher IE. Und im Linux-Umfeld ist Firefox nicht wegzudenken, ist eine feste Größe. Laut Statcounter scheine beide jedoch vermeintlich bedeutungslos. Android mit dem vorinstallierten Chrome "versaut" den gesamten Mobilmarkt, und natürlich ist der Sync mit dem Desktop praktisch. Das können Firefox, Brave und fast alle anderen zwar auch, aber Chrome ist halt bereits da. Keine Ahnung, warum Windows verpflichtet worden ist, Dialoge für die Browser-Auswahl einzurichten, aber Android darf jedem frech Chrome aufzwingen? > Aber das wurde vor 20 Jahre auch MS IE nachgesagt. Wer weiß, was die > Zukunft bringt. Firefox ist es IMO aber nicht. Du bist ein bisschen der Statistikfalle erlegen. :-) Firefox ist in vielen Umfeldern eine feste Größe. Mag sein, dass der Anteil auf Milliarden von sämtlichen weltweiten Geräten nur ein paar Prozent sind, aber das sind immer noch Millionen an Nutzern! Wer verwendet beispielsweise LibreOffice? Prozentual völlig bedeutungslos gegen MS Office. Trotzdem nicht wegzudenken aus manchen Umfeldern, von solch einer User-Basis kann andere Software nur träumen. Chromium ist ein Risiko durch den starken Einfluss von Google, und Google hat wiederholt bewiesen, dass sie Egoisten sind und nicht das Wohl des Nutzers verfolgen. (Kann man ihnen nicht vorwerfen, das ist halt eine Firma, die Gewinn machen will.) Die meisten Hersteller von Klonen (Brave, Vivaldi usw.) haben nicht allein die Rendering-Engine übernommen (um weitgehend unabhängig zu bleiben), sondern die sind natürlich bequem und kopieren den gesamten verfügbaren Browser-Code und stricken dann ein bisschen von ihrem Zeug ran. Das ist ein supergefährliches Geschäftsmodell, denn die haben nie umfassend Kompetenz aufgebaut bei der Browser-Entwicklung, das überlassen sie fast komplett Google. Tückische Falle. Mozilla/Firefox ist da 'ne ganz andere Nummer. Die wissen, wie ihr Browser funktioniert. Die haben halt bloß nicht die Man-Power, das komplette Paket geschmeidig zu stemmen. Deswegen fliegt halt auch manches Feature raus, das man schmerzlich vermisst. Geht nicht anders, wenn der Code sonst verwahrlost und zum Risiko wird. Trotzdem geht die Entwicklung voran, und ich finde Firefox 89 übrigens sehr gelungen. Grüße, Andreas