Path: csiph.com!fu-berlin.de!uni-berlin.de!not-for-mail From: ram@zedat.fu-berlin.de (Stefan Ram) Newsgroups: de.alt.folklore.computer Subject: Re: COMAL Date: 14 Jun 2025 20:20:35 GMT Organization: Stefan Ram Lines: 62 Expires: 1 Jun 2026 11:59:58 GMT Message-ID: References: <102b5gj$1q55a$1@dont-email.me> <102cdg4$23hcu$2@dont-email.me> <102fblr$2scdm$4@dont-email.me> <102hl67$3hv4m$1@dont-email.me> <102jf3u$3chv$1@dont-email.me> <102jt8o$6ne5$2@dont-email.me> <102ki17$1gvdf$1@news1.tnib.de> Mime-Version: 1.0 Content-Type: text/plain; charset=UTF-8 Content-Transfer-Encoding: 8bit X-Trace: news.uni-berlin.de saYeeKlry/bvkjd6u20SjgxeV+EOrr5UBqg+VVSJzSOSvp Cancel-Lock: sha1:VounUZ2P2jwI7tTDEyEScmuk7Wc= sha256:8icDogxTnDXI93JP/i7yViQZgKxmeGC8EoGEiKj66lI= X-Copyright: (C) Copyright 2025 Stefan Ram. All rights reserved. Distribution through any means other than regular usenet channels is forbidden. It is forbidden to publish this article in the Web, to change URIs of this article into links, and to transfer the body without this notice, but quotations of parts in other Usenet posts are allowed. X-No-Archive: Yes Archive: no X-No-Archive-Readme: "X-No-Archive" is set, because this prevents some services to mirror the article in the web. But the article may be kept on a Usenet archive server with only NNTP access. X-No-Html: yes Content-Language: de-DE-1901 Xref: csiph.com de.alt.folklore.computer:50747 "Peter J. Holzer" schrieb oder zitierte: >Die Librarys zu haben ist eine Sache. Sie auch zu verwenden, eine >andere. In C schreibe ich halt schnell eine Schleife und die ist >vielleicht nicht ganz so schnell wie die spezialisierte Library, aber >irgendwo in der gleichen Gegend. In Python kann ich auch schnell eine >Schleife schreiben, die ist dann aber sehr viel langsamer, oder 2 >Stunden Pandas-Dokumentation wälzen. ^^^^^^ ^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^ So war das in der Zeit vor den Chatbots. Man kann Python schneller machen, indem man die kritischen Teile in C schreibt. Ein weiser Mann hat dazu einmal kommentiert: "Aber dann verwendet man C und nicht mehr Python - mit all den bekannten Problemen von C.". CPython experimentiert jetzt auch mit JIT, und wir kommen einer Zeit nahe, wo umschreiben nach C nicht mehr unbedingt die große Beschleunigung bringt, wenn man dann wieder von C aus die Python-Bibliothek verwendet. Einzelne Projekt, die Python schneller machen wollen, bieten Beschleunigung, wenn man auf einige dynamische Fähigkeiten verzichtet, wie zum Beispiel die Redefinition globaler Namen. Auch die Verwendung von "slots" soll Klassen beschleunigen. >(Allerdings schreibe ich sehr wenig Code, wo Python das Bottleneck ist. >Mein Code wartet (fast) immer entweder aufs Netzwerk oder auf die >Datenbank oder auf den User. Performance-Optimierung besteht daher fast In solchen Fällen sollen WIMRE ja Threads in Python trotz des GILs hilfreich sein. >immer daraus, Datenbank- oder HTTP-Zugriffe einzusparen. Ich behaupte, >dass mir das in Python (oder Perl) leichter fällt als in C (oder Go), >weil ich mich weniger um Details kümmern muss und daher mehr Zeit habe, >?ber den Algorithmus oder das Datenmodell nachzudenken.) Ja, und wenn der Chatbot 99 Prozent des Codes richtig schreibt, muß man sich um noch weniger Details kümmern. Ich hatte (siehe de.sci.biologie) kürzlich eine simulierte Evolution eines künstlichen Gehirns programmiert. Es lief irgendwie, aber das Gehirn wurde erst besser, nachdem ich die beiden Bugs gefunden und behoben hatte, die der Chatbot noch eingebaut hatte: - Ich sagte dem Chatbot, daß Roboter danach bewertet werden sollen, wie lange sie überleben. Dabei dachte ich an die simulierte Zeit (Zahl der Simulationsschritte), aber er nahm die Echtzeit ("time.time()") - Der Roboter hatte links und rechts jeweils ein Auge - in einer eindimensionalen Welt. Ich dachte mir, daß das linke Auge nur nach links sieht und das rechte nur nach rechts, aber der Chatbot lieferte ein Programm, in dem beide Augen genau das gleiche sahen! Inzwischen findet das Programm aber nach bereits 1000 Exemplaren bei einem Gehirn mit 36 verschiedenen Gewichten Exemplare, die gut darin sind, sich schnell zu abgeworfenen Nahrungsstückchen hinzubewegen.