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Groups > de.admin.net-abuse.mail > #9025
| From | Helmut Waitzmann <nn.throttle@erine.email> |
|---|---|
| Newsgroups | de.admin.net-abuse.mail |
| Subject | Re: [Phishingkultur] Agressives Phishing in F |
| Date | 2026-04-29 17:59 +0200 |
| Organization | A noiseless patient Spider |
| Message-ID | <83fr4du59r.fsf@helmutwaitzmann.news.arcor.de> (permalink) |
| References | (5 earlier) <10sa0tf$ffg$1@rusnews.informatik.uni-stuttgart.de> <10sans9$3hak2$1@news1.tnib.de> <AABp6dRe5AUAAAox.A3.flnews@ferrat.uplawski.eu> <83cxzouttz.fsf@helmutwaitzmann.news.arcor.de> <AABp68ajfWEAAD1H.A3.flnews@ferrat.uplawski.eu> |
Michael Uplawski <michael.uplawski@uplawski.eu>: > Helmut Waitzmann hat geschrieben: >> Michael Uplawski <michael.uplawski@uplawski.eu>: >>> Wenn dahinter mehr steckt als meine persönliche Interpretation von >>> nicht-representativen Beobachtungen, müssen wir Gewalt anwenden. >>> >> >> Was meinst du damit, Gewalt anzuwenden? Gewalt welcher Art? >> > > Psychologische Gewalt. Leuten, die verdrängen, dass sie Alles haben, > was notwendig ist, um in der Zukunft weniger unter Betrugsversuchen > zu leiden oder mit falschen Anschuldigungen konfrontiert zu werden, > kann man die Fakten darlegen, aber das interessiert sie nicht, weil > alles zu kompliziert is. > Ich vermute, dass sie nicht verstehen, wie sie mit all dem, was sie für die Betrugsabwehr oder ‐verhinderung haben, vorgehen müssen, um Betrug abzuwehren oder zu verhindern: Deshalb können sie es auch nicht einsetzen. > Man muss sie also nicht nur mit Fakten sondern auch mit Ihrer > Dummheit und übertriebenen Sensibilität > Unter Sensibilität (<https://de.wiktionary.org/wiki/Sensibilit%C3%A4t#Substantiv,_f>) verstehe ich die Fähigkeit und den Willen, Signale der Umgebung wahrzunehmen und angemessen darauf zu reagieren. Wer übertriebene Sensibilität an den Tag legt, müsste dann übertrieben angemessen reagieren. Ist das nicht ein Widerspruch in sich? Meinst du statt dessen Empfindlichkeit? (Aber wer legt fest, was übertrieben empfindlich und was angemessen empfindlich ist?) > konfrontieren, besonders, wenn eines von beiden oder beide nur > vorgetäuscht sind: „Verstehen? Oh meine Migräne”. > Wenn du sie mit „ihrer Dummheit“ konfrontierst, wirst du sie nicht gewinnen, sondern erst recht verlieren, denn damit stößt du sie vor den Kopf und rufst bei ihnen nur eine Abwehrhaltung gegen deine Argumente hervor. >> >>> Ich teste das bereits, allerdings mit wenig Erfolg. >>> >> >> >> Kannst du das konkreter ausführen? Wie sieht der Test aus, und was >> ist das Ergebnis? >> > > Bof. Was bedeutet „Bof“? (Mir ist dieser Begriff unbekannt.) > Mehrmals war ich in einer Situation in der – grob gesagt – > Mängel an Software und Schwierigkeiten mit dem « Internet » > beklagt wurden; jeweils als unausweichlicher Schicksalsschlag, > dem *man* nun einmal ausgesetzt sei. Zweimal habe ich schon klar > gelegt, dass die Betroffenen (aus meiner Familie) ausreichend > über Alternativen verfügen, um den Problemen abzuhelfen oder > leicht nach einem Ausweg suchen können. Ich vermute, dass sie nicht verstanden haben, worin das Problem liegt. Deshalb können sie auch nicht verstehen, was eine geeignete Abhilfe wäre. > Da ich die öfter wiederholten Klagen Leid bin, war ich dabei > endlich genervt. > Verständlich. > Auf emotionale Ausbrüche kein Mitleid folgen zu lassen, ist bereits > häufig mit Gewalt identifiziert. > Du hast also kein Mitleid gezeigt, und das haben sie als herzlos empfunden? (Dass du Abhilfe aufgezeigt hast, hilft ihnen ja nicht, weil sie sie nicht verstehen.) > Die Reaktion war einmal, dass ich selbst, „wenn ich an eine > Arbeitsweise gewöhnt *wäre*, auch nicht so leicht davon abzubringen > *wäre*”. Das habe ich abgestritten, habe aber nichts ändern können. > Das andere Mal ging es in die Richtung „aber ich bin kein > Informatiker”. Mit „ich war noch Jahre davon entfernt, ein > Informatiker zu sein, als ich den Quatsch verstanden habe” war die > Diskussion beendet und tot. > Ja, das ist kein Wunder: Mit dem Argument „Dazu muss man kein Informatiker sein, um das zu verstehen“ hast du dein Gegenüber gewissermaßen zum Digitaldatenverarbeitungs‐Analphabeten gestempelt. Das gefällt niemandem. Eine Tatsache in der Digitaldatenverarbeitung, die jeder verstanden haben muss, ist folgende: Wenn man Digitaldaten (fehlerfrei) kopiert, kann man die Kopie vom Original nicht unterscheiden, weil es keine Unterschiede zwischen ihnen gibt. Muss man dazu Informatiker sein, um das zu wissen? Meine Meinung: strenggenommen, ja, denn es hat mit dem Wesen der Information zu tun. Im Gegensatz dazu kann man etwa ein von Hand unterschriebenes Original von einer Fotokopie desselben unterscheiden: Der Fotokopierer kann den Eindruck, den der Stift auf dem Papier hinterlässt, nicht nachbilden. Das bedeutet, dass man in den E‐Mail‐Nachrichten (die ebenfalls nur digitale Daten sind), vor denen in <https://bundespolizei.de/aktuelles/meldungen/erneute-warnung-vor-betrugsmails#mainContent> gewarnt wird (Zitat: „Die Bundespolizei warnt erneut vor betrügerischen E-Mails, die aktuell im Namen der Bundespolizei verschickt werden. Durch die Verwendung offizieller Logos und Bildwortmarken sollen diese Schreiben authentisch und vertrauenserweckend wirken.“), die Logos nicht von denen, die die Bundespolizei verwendet, unterscheiden kann, weil sie sich (als Digitalkopie) nicht von den Originalen unterscheiden lassen. In einem weiteren Schritt (wenn man jetzt seine Logikfähigkeiten einsetzt) kann man dann darauf kommen, dass man am Vorhandensein oder Fehlen solcher Logos in einer E‐Mail‐Nachricht nicht ablesen kann, ob die E‐Mail‐Nachricht von der Bundespolizei oder von einem Betrüger stammt. Oder kürzer ausgedrückt: Die (digitalen) Logos der Bundespolizei in E‐Mail‐Nachrichten sind für die Frage nach der Echtheit so einer E‐Mail‐Nachricht vollkommen bedeutungslos. => Daher besteht kein Anlass, sich von den Logos blenden zu lassen; und die Echtheit so einer E‐Mail‐Nachricht muss auf andere Weise überprüft werden. Muss man für diese Schlussfolgerung bereits ein Informatiker sein? > >>> Mir fehlt auch Erfahrung im Streitauslösen. >>> >> >> Was für einen Streit möchtest du anfangen, auch wenn du darin >> noch nicht erfahren bist? >> > > Einen Streit, der die vorgeschobenen Argumente aufzeigt, und die > Menschen mit der Wahrheit konfrontiert, dass sie mehr Interesse > daran haben, Betrug im Internet und Fehlfunktionen zu lamentieren > und sich als Opfer höherer Gewalt zu verstehen, als daran, > all dem abzuhelfen. > Bist du sicher, dass deine Gesprächspartner wirklich lieber lamentieren als verstehen wollen? Möglicherweise können sie nicht verstehen. Hast du ihnen schon den entscheidenden Unterschied von Digital‐ und Analog‐Kopie (s. o.) erklärt? Wenn sie an Mathematikschwäche leiden, bleibt ihnen in der Tat nur das Lamentieren, weil sie die oben gemachte Schlussfolgerung nicht nachvollziehen können. > So etwa. > Danke für die genaueren Ausführungen.
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